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Pflückuff – Sitzenroda

 

Zweigeteilt

Aus verkehrstechnischen Gründen haben wir diese Etappe erst als 2. bei unserer Augustwanderung absolvieren können. Wir fahren mit dem Bus von Sitzenroda nach Pflückuff, wo wir im Juli den 1. Teil unserer Wanderung auf dem sächsischen Lutherweg beendet haben. Von der Bushaltestelle gehen wir an einigen Häusern sowie dem stillgelegten Bahnhof vorbei und sind schnell im Wald. Hier machen die Hinweistafeln Hügelgräber neugierig, doch etwas Besonderes sind diese nicht. Das erste ist mit einigen Steinen zu einem Denkmal der Gefallenen des 1. Weltkriegs umfunktioniert worden und die anderen sind nicht gerade beachtlich, kaum einer der Hügel ist mehr als 1 m hoch und ohne die Tafeln wären sie überhaupt nicht aufgefallen.

Hübscher und mit vielen Wasservögeln ist der Benkenteich, den wir auf einem Dammweg halb umrunden. Weiter geht es kurz am Wald entlang und dann im Wald weiter. Als der Lutherweg auf einem Kiesweg abbiegt, gehen wir auf einem naturbelassenen Waldweg weiter und erreichen kurz vor Stauptiz wieder den Lutherweg. Wir durchqueren den Ort und kommen, wie schon vor dem Dorf, an einem großen Sonnenblumenfeld vorbei.

Nach der Pause am Waldrand gehen wir zunächst in Richtung Taura. Dabei sehen wir wie Hornissen – wie wir vermuten – um ein Baumloch schwirren und immer wieder darin verschwinden. Dann gehen wir nach rechts und später wendet sich der Lutherweg nach links in Richtung Sitzenroda. Auf einer Straße geht es dann nach Schildau hinein, doch wir biegen wenige Schritte vorher auf einen Feldweg nach links ab. Auf einen asphaltierten Weg, der von Schildau kommt, biegen wir wieder nach links ab und erreichen bald Sitzenroda.

Wir fahren nach Schildau, parken am Rathaus und suchen einige der Bildertafeln mit Szenen der Schildbürger. Als wir an der Kirche ankommen, ist gerade ein Gottesdienst zu Ende und wir können uns kurz in der sanierungsbedürftigen Kirche umsehen, obwohl der Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert, der Taufstein und die Orgel schon saniert sind.

Der Turm mit seinen 4 m dicken Mauern diente ursprünglich Verteidigungszwecken, an ihn wurde um 1170 eine spätromanische Basilika angebaut. Umbauten aus dem 15. Jahrhundert ergeben das heutige Erscheinungsbild. Im Kirchhof sehen wir Deutschlands ältesten Maulbeerbaum, der ein Jahr nach Luthers Thesenanschlag gepflanzt worden.

Am Schildbürgermuseum, das leider schon geschlossen ist, vorbei gehen wir zum Schildbürgerbrunnen. Dieser illustriert einige der bekannten Schildbürgerstreiche.