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Nietheim – Oberkochen

Waldwanderung

 Wieder stellen wir unser Auto auf dem Parkplatz bei der Gaststätte ab und ich wundere mich, wie viel Betrieb auch am Montag hier herrscht. Schon bald erreichen wir den Wald, den wir erst kurz vor Oberkochen wieder verlassen. Wir müssen meist auf kiesigen breiten Waldwegen wandern, nur einmal von einem schönen Grasweg unterbrochen. Auch heute sehen wir wieder viele Pilze.

Als wir an einer Wegkreuzung Pause machen, überlegen wir uns, sollen wir dem kürzeren, aber vielleicht etwas beschwerlichen Albvereinsweg über einen Aussichtsfelsen folgen, oder dem ausgeschilderten Jakobusweg, der an einem Felsen, der als geologische Besonderheit beschrieben wird, vorbeiführt.

Wir entscheiden uns leider für die zweite Variante, die unangenehm steil einen rutschigen Kiesweg hinunterführt, was den Felsen auszeichnet, können wir als Laien nicht erkennen und dann müssen wir nahe des Waldrands eine fast endlose Strecke nach Süden wandern, wobei die Motorgeräusche der nahen Bundesstraße das Ganze nicht angenehmer machen. An einer kleinen Kapelle geht es dann endlich vollends hinunter nach Oberkochen, einer Kleinstadt mit knapp 8000 Einwohnern und dem Weltkonzern Zeiss als Hauptarbeitgeber. Interessant ist das optische Museum der Firma Zeiss. Die Gegend um Oberkochen war, wie entsprechende Funde belegen, schon in der Steinzeit besiedelt.

Wir unterqueren die Bundesstraße und gehen an der katholischen Kirche St. Peter und Paul vorbei in die Ortsmitte, wo der Brunnen an die Zeit der Bohrermacher im 19. Jahrhundert erinnert. Dann geht es immer steiler werdend bergauf zum Ortsrand, wo uns unser Saab erwartet.