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27.7.11 Gaußig – Bautzen (1)

Regen war für heute Morgen nicht vorhergesagt, am Nachmittag vielleicht Schauer, doch als ich mich auf den Weg zum Bus mache, regnet es und zwar gar nicht so wenig. Doch einen Kilometer außerhalb des Orts hört der Regen auf und in Bischofswerda ist es trocken und es hat auch vorher nicht geregnet. Ich kaufe in einem Edekamarkt ein und kaufe nur die Hälfte des Benötigten ein, denn es gibt keine Biowaren und auch das andere Angebot lässt sehr zu wünschen übrig.

Danach rufe ich Ingrid an, doch die hat den Regen bemerkt und es deshalb gar nicht eilig aufzustehen. Auf der Fahrt ist immer noch trocken, erst einen Kilometer vor Gaußig beginnt es wieder zu regnen. Als ich auf den Ferienhof zufahre, verstehe ich das Hinweisschild langsam fahren mit der Schnecke erst richtig, denn ein Storch stolziert in aller Seelenruhe auf der Straße auf und ab und 3 weitere Altstörche sind auf dem Acker nach Nahrungssuche.

Nach dem Frühstück hat der Regen aufgehört und so können wir uns langsam richten. Da wir ja von unserer Ferienwohnung aus starten können, ist nicht später als meistens in diesem Urlaub. Zunächst müssen wir an den Störchen vorbei, was natürlich nicht ohne einige Fotos geht. Dann müssen wir auf der – allerdings wenig belebten Straße – wandern, doch zunächst hält uns Freund Adebar auf einer benachbarten Wiese nochmals auf. Dann verlassen wir die Straße und gehen auf einem Feldweg weiter, der uns in weitem Bogen nach Gnaschwitz und dann weiter zur Spree führt. Jetzt geht es auf einem Fahrradweg etwas abseits und oberhalb des Flusses weiter. Als sich der Weg wieder zur Spree senkt, erschreckt uns der Hinweis für Radfahrer „Routenänderung wegen Hochwasserschäden“, was tun? Nun Ingrid ist wie immer optimistisch, sie muss ja nicht mit dem Buggy den Weg absolvieren.

26.7.11 Bischofswerda – Gaußig (2)

Dann geht ein Wanderweg auf der Trasse einer ehemaligen Werkbahn ins Tal, dem wir folgen. An einem schönen Aussichtspunkt, von dem man das schöne Bautzen, aber auch das nicht so schöne Kraftwerk Schwarze Pumpe sehen kann, machen wir nochmals Pause, ehe wir dann vollends nach Crossern absteigen.

Eigentlich müsste nach rechts ein abkürzender Weg führen, doch der ist leider nicht zu finden, also gehen wir auf der Straße nach Naundorf weiter und werden von einem grünen X begleitet. Wir verlassen die Straße und folgen einem Feldweg und dem Zeichen.

Als es laut unserer Karte rechts gehen müsste, weist das Zeichen nach links, da nicht klar ist, welches Ziel der Wanderweg hat, glauben wir der Karte und stehen bald ohne Weg da. Glücklicherweise ist das Feld schon abgeerntet und so können wir bis zur nächsten Straße kommen, wo wir wieder auf die Markierung treffen.

An der Bushaltestelle bei der Kirche ist unsere Buslinie nicht aufgeführt, eine ältere Frau erklärt uns, dass die Hauptbushaltestelle zur Schule verlegt sei.

Dort finden wir sie auch und ich schaue auf den Fahrplan und bin beruhigt als ich den entsprechenden Eintrag sehe wie im Internet.

Jetzt gehen wir den knappen Kilometer bis zu unserem Storchennest so heißt nicht nur unsere Wohnung, nein es gibt auch einige Storchennester- und wir haben noch Zeit, denn durch die Abkürzung über Crossern haben wir noch etwas Zeit bis zur Abfahrt des Busses. Rechtzeitig mache ich mich auf den Weg und schaue jetzt den Fahrplan genauer an und mich trifft fast der Schlag, als ich ob die Zeichen K und Ruf sehe- Es handelt sich hier um einen Rufbus, den man 1 Stunde vorher bestellen muss. Ich rufe Ingrid an und wir entscheiden uns, kein Taxi zu rufen, sondern das Auto in Bischofswerda stehen zu lassen. Allerdings hat Della kein Körbchen und wir können wieder nicht einkaufen. Gut, dass wir auf dem Ferienhof wenigstens Getränke und Marmelade bekommen.

24.7.11 Radeburg – Großröhrsdorf

Storchennest

Für unsere Verhältnisse in Anbetracht der Anfahrt früh starten wir ¼ vor 11 am Bahnhof Radeberg und gehen direkt in die Altstadt mit einem schönen Rathaus und dem Marktplatz. Von hier sind es nur einige Schritte bis zum Schloss Klippenstein, das wir kurz besichtigen, aber ohne das Museum zu besuchen. Entlang des Planetenwegs wandern wir durch das romantische Hüttertal und steigen hinauf zum Felixturm, einem baufällig wirkenden Turm und gleichzeitig das Ende des Planetenwegs.

Auf einem Fahrweg wandern wir abwärts nach Wallroda und schon von weitem ein Storchennest, das wir immer weiter beobachten und natürlich auch einige Fotos schießen, ich versuche sogar ein Video, aber mit dem Supertele wackelt es doch ziemlich. Weiter geht es durch den langgestreckten Ort und dann auf einem Fahrrandweg entlang der Landstraße, ehe wir auf einen mit Betonplatten befestigten Feldweg zu einer Talsperren abbiegen können.

Hier sehen wir die beiden Altstörche ganz nah auf der Nahrungssuche inmitten einer Kuhherde. Als die Störche einer Kuh zu nahe auf die Pelle rücken, verscheucht sie zu-mindest einen, der wegfliegt, der zweite geht nur einige Schritte zur SeiteNahe am Wasser ma-chen wir eine kurze Pause, hier sind wir etwas vor dem böigen Wind geschützt.

Nachdem es bisher überwiegend sonnig war, zieht der Himmel jetzt komplett zu und es wird wieder kühler, sehr viel kühler. Im Wald verlassen wir an einer Lichtung den Waldweg und gehen auf einem schmalen Grasweg weiter, eigentlich ein schöner Weg, wenn es nicht die Tage zuvor so stark geregnet hätte und die anschließende Wiese leicht sumpfig wäre. Ingrid kann sich den Weg heraussuchen, doch mit dem Buggy ist das nur bedingt möglich und so sind am Ende des Wegs meine Schuhe mehr als nur ein bisschen feucht. Wieder auf festem Grund begegnen uns zwei Radfahrer, die sich erkundigen, ob sie wohl hier zur Talsperre durchkommen würden. Ohne breiten Mountainbikeräder raten wir Ihnen ab und sie folgen unserem Rat.

Nehringen – Dargun

Zuerst kaufe ich in Franzburg etwas zum Frühstücken, dann nimmt das Packen doch länger Zeit in Anspruch als Ingrid erwartet hat, wir bezahlen noch die letzte Nacht und fahren dann zu unserem nächsten Quartier, Schloss Lelkendorf. Als wir uns dem Schloss nähern, denke ich eher an eine Ruine, denn die Fassade sieht einfach schlimm aus, allerdings scheint es in einigen Bereichen neue Fenster zu geben. Doch bereits die Eingangshalle überzeugt und auch das Appartement ist sehr schön, wenn man von einigen kleineren handwerklichen Mängeln absieht. Kleiner Hinweis: In der Zwischenzeit ist das Schloss vollkommen saniert.

Wir fahren wieder nach Nehringen, suchen dort kurz, aber vergeblich, einen angeblich sehenswerten Turm, ehe wir dann auf der alten Klappbrücke die Trebel überqueren, nach einigen hundert Meter folgen wir einem ausgeschilderten, aber unbefestigten Radwanderweg durch die Trebelaue, dadurch wird unsere Wanderung heute zwar länger und da wir erst gegen 13 Uhr starten konnten, ist dies nicht so günstig. Aber der Umweg lohnt, so sehen wir ganz eng beieinander 5 Störche, wobei drei sich in dem Bereich aufhalten, in dem mittels Traktor gemäht wird, auf einer Natur belassenen Wiese sehen wir ein Reh mit seinem Kitz und wenig später nochmals ein einzelnes Reh. An der Trebel machen wir kurz Pause und steigen dann leicht auf die umliegende Anhöhe empor, in Brudersdorf gibt es zwar eine Gaststätte, aber sie ist zumindest heute Nachmittag geschlossen.

Nachdem es bisher überwiegend bedeckt war, kommt jetzt die Sonne immer öfter zum Vorschein und die Wolken machen dem blauen Himmel Platz, da ist es angenehm, dass eine dichte Buschreihe oft Schatten bietet: nur einmal kommt uns ein Auto entgegen, das von einem kleinen Jungen gefahren wird, während die Mutter stolz daneben sitzt. Eigentlich ein Fall für die Polizei und kurz überlege ich, mir die Nummer aufzuschreiben und eine Anzeige zu erstatten, aber das macht alles zuviel Umstände.

Wenig später treffen wir bei einem Hof auf ein Storchennest mit einem Altvogel und 3 Jungen. Jetzt fehlt der Schatten und es ist wird richtig warm, so dass wir froh sind, wenn sich mal eine kleine Wolke kurz vor die Sonne schiebt. Bald erreichen wir den Ortsrand von Dargun und lassen uns von einem Taxi zurück nach Nehringen bringen. Auch die Fahrerin ist, wie schon so häufig beeindruckt von der langen Strecke, die wir gewandert seien, scheinbar meinen die TaxifahrerInnen, dass die Füße nur zum Gasgeben, kuppeln und bremsen geeignet sind.

Das Abendessen in Dargun hat zwar etwas satt gemacht, aber was Besonderes war es wirklich nicht. Vom Balkon unserer Ferienwohnung beobachten wir, wie direkt unter uns der Hausstorch im kleinen Park auf und abstolziert und Nahrung sucht.