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Die Teterower und ihr Hecht

Hier die Kurzfassung der Geschichte.

An einem Frühlingsmorgen fuhr der Stadtfischer mit seinen Knechten auf den Teterower See hinaus und fanden im ausgelegten Netz einen Hecht von nie gesehener Größe, wohl der Ururgroßvater aller Teterower Hechte. Da sie ihn nicht ins Boot heben konnten, wollten die Fischer das Netz hinter sich herziehen, doch da der Hecht in die andere Richtung zog, dauerte es sehr lange, bis am Steg ihr Boot anbinden konnten.

Was tun mit dem Riesenhecht? Da kam dem Ratsherrn der Gedanke, den Hecht bis zum nächsten Königsschuss in drei Monaten, einem bekannten Stadtfest, das viele Besucher anlockte, aufzubewahren, um ihn dann in einem eigens zu fertigenden Riesentopf zu braten. Doch wo und wie aufbewahren, der Fischer hatte nur das eine Netz und fressen musste der Hecht auch in der Gefangenschaft. Da setzten sich die Ratsherren zu einer langen Beratung nieder.

Man entschied den Hecht in die Freiheit zu entlassen, ihm aber eine kupferne Glocke mit Halsband umzuhängen. Nach 4 Tagen fasten, war der Hecht so schwach, dass man ihm das Halsband umlegen und ihn ins Boot legen konnte. Der Fischer, seine Knechte und der Bürgermeister fuhren mit dem Hecht hinaus. Ein paar hundert Schritt hinaus im See, sollte der Hecht wieder in sein Element entlassen werden und der Bürgermeister schnitt mit seinem Messer eine Kerbe in die Bootswand: Sollte der Hecht seine Glocke verlieren, dann findet ihr mit der Kerbe ganz einfach den Ort, wo wir den Hecht ausgesetzt haben.

Als der Fischer dann zum Königsschuss den Hecht wieder einfangen wollte, konnte er die Glocke nicht hören und auch die Kerbe nutzte nichts. Die Nachbarn und Besuchern, denen man den Wunderhecht angekündigt hatten, schütteten sich vor Lachen über die Teterower aus. Um aus der Not eine Tugend zu machen, kamen die Bürger auf die Idee, den Hecht mit Glocke in Stein hauen und mitten auf den Markt stellen zu lassen.

Liepen – Teterow

Liepen- Teterow

Lange sucht und überlegt Ingrid, wie wir wandern müssen, um die geringsten Fahrtkosten zu haben und telefoniert auch mehrmals mit der Bundesbahn, dies kostet natürlich alles viel Zeit und so können wir erst nach 11 Uhr am Wasserschloss in Liepen abmarschieren.

Zuerst geht es durch Felder, dann ein durch den Wald auf einem nicht genau bezeichneten Weg, dann gehen wir auf einer kaum befahrenen Straße in Richtung Basedower Höhe. Von weitem macht Schloss Basedow mit seinem weißen Verputz und den Ziegeleinfassungen einen sehr imposanten Eindruck, aus der Nähe merkt man aber die Verfallerscheinungen.

Die seit dem 13.Jahrhundert in Basedow ansässige Fam. Hahn ließ um 1467 hier eine erste Burg errichten, die im 16. Jahrhundert zu einem repräsentativen Herrenhaus umgebaut wurde, das Mitte des 19. Jahrhunderts neu gerstaltet und nach einem Brand wurde das Schloss in Stil der Renaissance umgebaut.

Wir machen einen weiten Bogen durch die hügelige Landschaft, kommen an einem Teich vorbei, beobachten einen Raubvogel am Himmel, kehren im Cafe im Schafstall ein und sehen den durch den Raum fliegenden Schwalben zu, auf dem Balkonweg haben wir einen schönen Blick auf das Dorf und an der Kirche vorbei.

Zwischen 1835 und 1852 legte Peter Joseph Lenné den Landschaftspark an, in den sich Gebäude. Wege, Bäche, ein Großsteingrab und die Reste der Burg harmonisch einfügten uns beeindruckt der Lenne-Park weniger, dann geht es wieder hinunter ins Malchiner Becken. Wir überqueren einen kleinen Kanal und steigen dann steil den Berg hinauf, am Waldrand machen wir mit guter Sicht nach Malchin unsere Vesperpause und folgen einem nicht bezeichneten Waldweg und müssen gegenüber der Karte einen weiten Umweg machen, um Pampow zu erreichen. Dort entscheiden wir uns direkt nach Teterow zu wandern, denn bis zur Bundesstraße gibt es einen regulären Gehweg und neben der Bundesstraße führt uns ein Trampelpfad in die Stadt. Am Bahnhof habe ich etwas Probleme mit dem komplizierten Fahrkartenautomat, der sich nur mit einer Kreditkarte oder Scheckkarte bedienen lässt. Wir fahren zurück nach Malchin und da das Restaurant Kartoffelkäfer gleich neben dem Bahnhof liegt, schlägt Ingrid vor, dass sie dort auf mich warten könne. Ich bin damit einverstanden, will aber zuerst etwas essen, bevor ich ein Taxi bestelle. Wir sind gerade beim Essen, als die Besitzer von einem kleinen Ausflug zurückkehren und uns begrüßen. Während des Gesprächs erwähne ich, dass ich mit dem Taxi noch nach Liepen fahren muss und da bietet der Besitzer an, mich dorthin zu fahren. Dies führt er auch durch und so sparen wir die doch hohen Taxikosten und ich kann mit einem PT Cruiser Cabrio fahren.

Die Suche nach einer neuen Wohnung verläuft nicht sehr erfolgreich, nach mehreren vergeblichen Versuchen erhält Ingrid dann eine halbe Zusage, aber endgültiges sollen wir erst am andern Morgen gegen halb neun erfahren.