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Nehringen – Dargun

Zuerst kaufe ich in Franzburg etwas zum Frühstücken, dann nimmt das Packen doch länger Zeit in Anspruch als Ingrid erwartet hat, wir bezahlen noch die letzte Nacht und fahren dann zu unserem nächsten Quartier, Schloss Lelkendorf. Als wir uns dem Schloss nähern, denke ich eher an eine Ruine, denn die Fassade sieht einfach schlimm aus, allerdings scheint es in einigen Bereichen neue Fenster zu geben. Doch bereits die Eingangshalle überzeugt und auch das Appartement ist sehr schön, wenn man von einigen kleineren handwerklichen Mängeln absieht. Kleiner Hinweis: In der Zwischenzeit ist das Schloss vollkommen saniert.

Wir fahren wieder nach Nehringen, suchen dort kurz, aber vergeblich, einen angeblich sehenswerten Turm, ehe wir dann auf der alten Klappbrücke die Trebel überqueren, nach einigen hundert Meter folgen wir einem ausgeschilderten, aber unbefestigten Radwanderweg durch die Trebelaue, dadurch wird unsere Wanderung heute zwar länger und da wir erst gegen 13 Uhr starten konnten, ist dies nicht so günstig. Aber der Umweg lohnt, so sehen wir ganz eng beieinander 5 Störche, wobei drei sich in dem Bereich aufhalten, in dem mittels Traktor gemäht wird, auf einer Natur belassenen Wiese sehen wir ein Reh mit seinem Kitz und wenig später nochmals ein einzelnes Reh. An der Trebel machen wir kurz Pause und steigen dann leicht auf die umliegende Anhöhe empor, in Brudersdorf gibt es zwar eine Gaststätte, aber sie ist zumindest heute Nachmittag geschlossen.

Nachdem es bisher überwiegend bedeckt war, kommt jetzt die Sonne immer öfter zum Vorschein und die Wolken machen dem blauen Himmel Platz, da ist es angenehm, dass eine dichte Buschreihe oft Schatten bietet: nur einmal kommt uns ein Auto entgegen, das von einem kleinen Jungen gefahren wird, während die Mutter stolz daneben sitzt. Eigentlich ein Fall für die Polizei und kurz überlege ich, mir die Nummer aufzuschreiben und eine Anzeige zu erstatten, aber das macht alles zuviel Umstände.

Wenig später treffen wir bei einem Hof auf ein Storchennest mit einem Altvogel und 3 Jungen. Jetzt fehlt der Schatten und es ist wird richtig warm, so dass wir froh sind, wenn sich mal eine kleine Wolke kurz vor die Sonne schiebt. Bald erreichen wir den Ortsrand von Dargun und lassen uns von einem Taxi zurück nach Nehringen bringen. Auch die Fahrerin ist, wie schon so häufig beeindruckt von der langen Strecke, die wir gewandert seien, scheinbar meinen die TaxifahrerInnen, dass die Füße nur zum Gasgeben, kuppeln und bremsen geeignet sind.

Das Abendessen in Dargun hat zwar etwas satt gemacht, aber was Besonderes war es wirklich nicht. Vom Balkon unserer Ferienwohnung beobachten wir, wie direkt unter uns der Hausstorch im kleinen Park auf und abstolziert und Nahrung sucht.