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Spree-Renaturierung

Das Gebiet wird von der Fa. Vattenfall als Ersatz für die Stilllegung der Lakomaer Seen, die im genehmigten Abbaugebiet eines Braunkohletagebaus lagen, renaturiert. Dabei wurden u. a. mehrere Teiche neu angelegt, die mehr als 50 Tierarten und einer Vielzahl von Pflanzengesellschaften Lebensräume bieten.

Allerdings entsteht durch die Renaturierung nicht automatisch mehr Natur, sondern man muss z. B. das Zusammenspiel von Vegetation und großen Pflanzenfressern im Auge haben. Daher werden die Flächen mit Aueroxen, Wasserbüffel und Tarpanen (Wildpferden) beweidet. Sie bilden einen wertvollen Ausgangspunkt für viele kleinere und seltene Tiere. Derzeit gibt es 35 Aueroxen, 10 Wasserbüffel und 8 Tarpane auf einer Fläche von 52 ha.

Wir erreichen die vorgesehene Ochsenroute am größeren Parkplatz und ich schaue immer wieder argwöhnisch nach Westen, wo eine dunkle Regen- und Gewitterwand heranzieht. Im Bereich der Teiche können wir das Konzert der Unken und Frösche genießen, das durch Vogelgezwitscher ergänzt wird.

Trotz der drohenden Wolken gehen wir weiter, wir verzichten auch auf eine mögliche Abkürzung. Denn wenn wir schon so weit gefahren sind, dann wollen wir die Aueroxen aus möglichst geringer Entfernung betrachten können.

Tarpane oder WildpferdeBald beginnt es zu tröpfeln und in einem kleinen Wäldchen sehen wir zwei Wildpferde, die sich dann ins Freie bemühen, damit wir sie besser fotografieren können. Eigentlich ist der Tarpan im 19. Jahrhundert ausgestorben und es liegen auch keine verlässlichen Daten über sein Aussehen vor. Bei den Wildpferden in den Spreeauen handelt es sich also um eine Rückzüchtung.