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Laupheim – Maselheim (2)

Dann geht es hinunter in das breite Risstal und nach einem nicht ganz geglückten Versuch einen neben einer Straße verlaufenden Radweg zu vermeiden, müssen wir doch noch kurz darauf gehen, dann durchqueren wir ein Wald-, Wiesen- und Feldgebiet, das nur noch leichte Anklänge an die moorige Vergangenheit zeigt. Es ist überwiegend sonnig, aber der Ostwind ist noch ziemlich frisch. In Äpfingen warten wir noch kurz, um ein Hochzeitspaar zu sehen, das von Motorradfahrern begleitet wird und in einem Oldtimer-Mercedes vorfährt. Da wir noch Zeit haben, bis die Öchlesbahn kommt, schlägt Ingrid vor, nach Maselheim zu wandern, um nicht hier warten zu müssen und auch länger mit der Öchslebahn fahren zu können.

Die sogenannte Öchslebahn führt über 19 km von Ochsenhausen nach Warthausen. Es handelt sich um eine Schmalspurbahn mit einer Spurbreite von 750 mm, die von 1899 bis 1964 betrieben wurde, damals allerdings ging die Strecke bis Biberach. Nachdem 1985 ein erster kurzzeitiger Betrieb der Museumsbahn gescheitert war, besteht seit 1996 ein regelmäßiger Museumsbahnbetrieb.

Früh kommen wir in Maselheim an. Leider finden wir auf dem hübschen kleinen Bahnhof keinen Hinweis, ob und wann ein Zug hier fährt. Aber da wir in Äpfingen den Zug nach Ochsenhausen noch haben Läuten und Pfeifen hören, sind wir zuversichtlich und bald hören wir das uns von Insel Rügen wohlbekannte, schnaubende Geräusch. Doch es dauert noch lange, bis der Zug endlich in den Bahnhof schnauft. Dann geht es langsam zuckelnd nach Warthausen, der Zug hat dort leider ziemlich Verspätung und so reicht die schon vorher knappe Zeit nicht mehr, um das dortige Knopfmuseum anzusehen. Während wir überlegen, was wir tun sollen und dann im Café einkehren kommt die Hochzeitsgesellschaft aus Äpfingen hier an, um die Hochzeitsfeier in einem der Restaurants abzuhalten. mit der Deutschen Bahn fahren wir nach Laupheim zu unserem Auto..