Kleindeinbach – Kloster Lorch (2)

Dann fahren wir mit einem Auto nach Kleindeinbach und gehen zu-nächst in der Sonne auf der Hochfläche nach Westen, in die Ferne und ins Tal ist es immer noch ziemlich dunstig. Anschließend im Wald ist es natürlich ziemlich kühl, im Tal ist es teilweise wieder sonnig, aber noch hält sich der weiße Reif.

Auf einer Bank machen wir im Sonnenschein kurz Pause, um etwas zu essen. Wir gehen im jetzt schattigen Tal in weiten Bogen aufwärts und kommen an einigen Mammutbäumen vorbei. Oberhalb des Klosters gelangen wir zu einer freien Fläche und gehen abwärts.

Vorbei an der Nachbildung des Limes und eines Wachturms erreichen wir das Kloster und machen im kleinen Selbstbedienungscafé Pause.

Kleindeinbach – Lorch (1)

Der Schluss zu Beginn
Neujahr verspricht ein sonniger Tag zu werden, während es bei uns noch Reif in der Sonne hat, gibt es auf der Fahrt kaum Reif zu bewun-dern.
Doch im schattigen Bereich hinter Schw. Gmünd sind die Wiesen und der Wald weiß überzogen.
Wir parken am ehemaligen Benediktiner Kloster Lorch, das 1102 vom Stauferherzog Friedrich I gestiftet wurde. 1556 hob Herzog Christoph im Zuge der Reformation die Benediktinerabtei auf und verfügte die Errich-tung einer Klosterschule. Wir besichtigen zunächst die Anlage, genießen den Blick ins Tal und besuchen natürlich die Klosterkirche, eine romanische Pfeilerbasilika mit Querhaus und ausgeschiedener Vierung, in der derzeit einige Krippen aus dem Museum in Oberstadion ausgestellt sind.
Besonderer Höhepunkt ist im Kapitelsaal das großartige Stauferrundbild. Auf einer Länge von 30 m und einer Höhe von 4,5 m erzählt der in Lorch ansässige und 1938 geborene Künstler Hans Kloss die Geschichte der Staufer. Im Jubiläumsjahr 2002 wurde das Monumentalgemälde nach fast 5-jähriger Arbeitszeit fertiggestellt.

PS um in keine rechtlichen Schwierigkeiten zu bekommen, muss ich leider darauf verzichten, das Bild im Bild darzustellen.

Schießtal – Kleindeinbach (3)

Im Wald ist es nicht mehr so angenehm warm, hier wäre es im Sommer angenehm zu wandern, aber im Dezember sehnt man sich nach der Sonne, die oberhalb unseres Weges ständig scheint.
An einer Stelle biegt der Limesweg ab und da keine anderen Markierung zu sehen, folgen wir diesem und müssen wenig später quer durch den Wald, zwischen abgestorbenen Farne und über eine Wiese auf den Wan-derweg absteigen. Hier haben wir einen schönen Blick auf Schwäbisch Gmünd und den gegenüberliegenden Rechberg.
Wenig später wird auf Tafeln vor einem aggressiven Bussard gewarnt, doch uns lässt er in Frieden. In Serpentinen gehen wir abwärts zum Limes-Info-Center und hier ist es verflixt kalt. Wir fotografieren die beiden Formen des Limes, denn hier treffen der obergermanische und der rätische Limes aufeinander. Langsam geht es in dem kalten Tal aufwärts, ein kleiner Bach ist teilweise zugefroren. Auf dem Weg schauen wir uns die verschiedenen Steinskulpturen aus der römischen Zeit, genauer gesagt, wohl die Nachbildungen, an. An der ehemaligen Provinzgrenze steigen wir sehr steil hinauf nach Kleindeinbach, das wir in einem weiten Bogen in der Sonne erreichen.
Obwohl wir direkt zu unserem Auto kommen, machen wir noch einen kurzen Abstecher ins Dorf, wo Weihnachtsfiguren aufgebaut sind und am Abend eine Adventsfeier stattfinden wird, für die die Durchfahrts-straße gesperrt ist.

Schießtal – Kleindeinbach (2)

Das 2. Mal starten wir oberhalb des Schießtals an den letzten Häusern und gehen kurz durch den Wald aufwärts und dann quer über eine Streuobstwiese. Sie gilt als die traditionelle Art des Obstanbaus mit hochstämmigen Obstbäumen unterschiedlichen Alters und Arten, die Streu-obstwiese wird mehrfach genutzt, denn da die Bäume locker stehen, dienen die Flächen als Grünland, entweder zur Heugewinnung oder als Viehweide, wobei dann sicherzustellen ist, dass Kühe, Ziegen oder Schafe sich nicht an den unteren Zweigen gütlich tun.
An zwei Bäumen hängen noch viele Äpfel und von Schilfkolben scheint es fast zu schneien, aber es ist angenehm warm. Kurz vor dem asphaltierten Weg versperrt uns ein Zaun den Weg und wir müssen bis zum Ende der Wiese kurz nach Osten gehen.
Jetzt sind wir an der Stelle, wo wir letztes Mal umgedreht haben und kurze Zeit später geht es auf einem schmalen Pfad mit viel Laub steil, sehr steil hinunter nach Schwäbisch Gmünd, die Große Kreisstadt mit ihren 10 weiteren Ortsteilen hat rund 60.000 Einwohnern, sie ist die älteste Stauferstadt.
Nach wenigen Schritten geht es auf einer ebenfalls sehr steilen Straße aufwärts, auch der folgende schmale Fußweg ist kaum flacher. Bald sind wir im Wald und gehen am Hang entlang nach Westen und erreichen bei Wetzgau verschiedene Skulpturen und Hinweise auf die Landesgartenschau, die vor 2 Jahren stattgefunden hat.

Schießtal – Kleindeinbach (1)

Zwei Anläufe
Eigentlich sollte heute in Schwäbisch Gmünd strahlender Sonnenschein herrschen, aber bisher hat sich nur ein kleines Fitzelchen blauer Himmel gezeigt und die Sonne hat es nur für wenige Minuten geschafft, die Wol-ken zu durchdringen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wir stellen unseren Jeep beim Parkplatz des Infozentrums Limes west-lich von Schwäbisch Gmünd ab und fahren mit dem Smart ins Schießtal, wo an einem normalen Werktag der Firmenparkplatz, auf dem wir das Auto letztes Mal abgestellt haben, natürlich belegt ist, aber wir können unterhalb einer Schrebergartensiedlung parken. Leider misslingt der Ver-such, auf einer Straße die Siedlung bis zum Remstal-Höhenweg zu durchqueren, daher müssen wir wieder zurück.
Kurz auf der Straße nach Osten, dann auf einem Waldweg parallel zur Straße treffen wir wieder auf den Remstal-Höhenweg. Durch den Wald steigen wir auf einem breiten gekiesten Weg mal flacher und mal steiler aufwärts.
Etwas später geht es zuerst eben und dann asphaltiert aufwärts. Als wir den Wald verlassen und auf der Höhe wandern, hat sich der Himmel komplett zugezogen und es ist der Jahreszeit entsprechend kalt. Da macht das Wandern keinen Spaß, so steigen wir steil hinab zu den ersten Häusern der Stadt und weiter auf der Straße ins Schießtal zu unserem Auto. Außer Spesen fast nichts gewesen.

Weltgrößte Kürbisausstellung

Wie jedes Jahr waren wir vor einigen Tagen wieder auf der weltgrößten Kürbisaustellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg. Das Motto in diesem Jahr lautete Waldtiere und es war ein besonderes Highlight.
Aber nicht nur zum Sehen gab es einiges, sondern auch zum Genießen, so haben wir natürlich die hervorragende Kürbissuppe probiert, vorzügliche Kürbiskässpätzle und eine Kürbisquiche, dazu Kürbisschorle und zum Abschluß einen leckeren Kürbisnusskuchen.

Iggingen – Schießtal Schwäbisch Gmünd

Sonne und Wind
Nach dem Besuch der Adventsausstellung im Blumentreff Bartholomä wollen wir nach einigen Regentagen und unserem längeren Rügenaufent-halt die gute Wettervorhersage nutzen, um auf dem Remstal-Höhenweg weiterzuwandern.
Wir stellen den Jeep im Schwäbisch Gmünder Schießtal direkt bei der großen Fabrik ab und fahren nach Iggingen. Nach den letzten Häusern treffen wir auf den Remstal-Höhenweg, der um Iggingen herumführt. Die Sonne scheint, doch auf der fast baumlosen Hochfläche macht sich der südliche Wind unangenehm bemerkbar.
Zunächst gehen wir auf asphaltierten Feldwegen, vielleicht nicht schlecht nach dem Regen der letzten Tage, am modernen Wasserturm vorbei. An einem Kreisel außerhalb von Iggingen überqueren wir eine stark befah-rene Landstraße und gehen in westlicher Richtung weiter. Dann müssen wir auf einem Radweg direkt neben der Straße nach Lindach wandern.
Als wir die Möglichkeit sehen, auf einem Albvereinsweg den Radweg zu verlassen, tun wir das. Doch nach wenigen Metern führt der Weg durch eine nicht benutzte Weide. Allerdings scheuen wir vor dem rutschigen und nassen hohen Gras zurück, daher gehen wir auf dem Radweg wei-ter. In Lindach biegen wir nach links ab und es geht steil, sehr steil ins Tal. Auf einer teilweise sonnigen und etwas windgeschützten Bank ma-chen wir Pause.
Auf der ganzen Wanderung sind wir überrascht, wie viel buntes Laub noch auf den Bäumen ist. Jetzt kommen wir in den Wald, überqueren ein Bächlein und jetzt wird es schmutzig und rutschig, denn hier waren die Waldarbeiter zugange. Nach dem nächsten Bächlein wird es sogar noch schlimmer, aber wir kommen gerade noch durch. Jetzt steigt der Weg sehr steil bergan, teilweise verlassen wir dabei den Wald.
Bevor wir die Höhe erreichen, führt unser Weg zuerst leicht und dann etwas stärker bergab. An einer Gabelung ist die Wegmarkierung so an-gebracht, dass beide Wege möglich sind, nach ausführlichem Studium der Karte entscheiden wir uns für den linken Weg, der sich als der rechte herausstellt. In einem weiten Bogen umgehen wir das Werksgelände im Schießtal und erreichen unser Auto.

Wanderparkplatz Mögglingen – Iggingen (2)

Jetzt haben wir wieder – wie schon beim Start – einen schönen Blick auf den östlichen Rosenstein und den Albtrauf ringsum Heubach. Sehr schön ist auch der Blick auf die 3 Kaiserberge, die wir heute von der anderen Seite als bei unserer Wanderung in der letzten Woche auf dem Albtraufguckerweg sehen.
Die die Landschaft prägenden Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen sind Zeugenberge der Schwäbischen Alb und liegen im Stamm-land der Staufer. Sie entstanden durch Erosionsvorgänge, die die 3 Berge isolierten. Die einzigartige Lage und ihre Höhe (zwischen 684 und 757 m über NN) veranlassten die Adelsgeschlechter der Staufer und Rechberg, auf den beiden erstgenannten Burgen zu bauen.
Wir gehen leicht abwärts in Richtung Böbingen, auf halber Höhe nähern wir uns Iggingen. Als der Weg aufwärts zeigt, bleiben wir noch eine Weile auf dem bisherigen Sträßchen, da wir die Hoffnung haben, dann weniger dem Wind ausgesetzt zu sein, was glücklicherweise auch zutrifft. In Ig-gingen steigen wir, vorbei an einem hübschen Fachwerkhaus hinauf zu unserem Auto.

Wanderparkplatz Mögglingen – Iggingen (1)

Der Wind – ein Vorgeschmack auf Rügen
Eigentlich wollten wir heute – wie immer im Herbst – schon auf unserer Lieblingsinsel Rügen sein, aber irgendwie hat es noch nicht geklappt. So nutzen wir die Gelegenheit, unseren Remstal-Höhenweg zu beginnen. Allerdings erinnert uns der böige und starke Nordostwind, dem wir heute ausgesetzt sind, stark an die Verhältnisse auf Rügen.
Wir hatten lange überlegt, wo wir unseren neuen Wanderweg beginnen sollten und wie lange die erste Etappe sein sollte, doch ein leider überra-schend notwendiger Arztbesuch beschnitt unsere Möglichkeiten stark.
So sind wir heute mit 2 Autos unterwegs, parken den Jeep am oberen Ortsrand von Iggingen und fahren mit dem Smart zum vorgesehenen Startpunkt, dem Parkplatz an der Kreisstraße von Mögglingen nach Heuchlingen.
Hier sehen wir eine erste Hinweistafel auf den Limes, von denen wir auf den folgenden Wanderungen noch einige sehen werden, denn zunächst ist der Remstal-Höhenweg mit dem Limeswanderweg identisch und er trifft später immer wieder mal auf ihn. Der obergermanisch-rätische Limes, im ursprünglichen Wortsinn Querweg, Schneise oder Grenzweg, ist mit 550 km das längste Bodendenkmal Europas. Der Limes war nicht zur Abwehr größerer Angriffe ausgebaut, sondern diente in erster Linie der Kontrolle und Kanalisierung des täglichen Personen- und Warenver-kehrs sowie der schnellen Nachrichtenübermittlung zwischen den Wachposten. Er bildete somit die Grenze des römischen Wirtschaftsgebietes und bestand vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christi, seinen endgültigen Verlauf erhielt er Mitte des 2. Jahrhun-derts.
In einem schmalen Wald gehen wir auf Naturboden direkt nach Westen, wie beim Limeswanderweg üblich ist der Weg ziemlich gerade. Den auf Karte und Hinweisschildern bezeichneten Wachturm sehen wir nicht, nur eine Tafel, die allgemein über die Wachtürme des Limes informiert. Hier im Wald ist der Wind kaum spürbar, das ändert sich, als wir diesen Schutz verlassen und auf einer Straße weiterwandern, vor allem, als wir kurz nach Norden gehen. Aber auch beim Wandern in westlicher Richtung bläst der Wind durchaus unangenehm.