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Völkerwanderung am Ostersee

Am vergangenen Sonntag wollte ich mal den Ostersee, an dem ich meine Reha verbracht habe, mal im Frühling sehen und den ganzen See umrunden. Das Wetter war herrlich, die Wärme war noch erträglich.

Trotzdem frage ich mich, ob es eine so gute Idee war, denn ich bin selten auf einer Wanderung so vielen Wanderern begegnet, und zwar in beiden Richtungen, dazu noch jede Menge Radfahrer und nicht zu vergessen die Sonnenhungrigen und Badelustigen, die sich an den erlaubten Badestellen tummelten.

Eis

Nachdem es einige Tage doch ziemlich kalt bei uns war, hat sich an verschiedenen Stellen Eis gebildet, zwar nicht so toll, wie auf Rügen, aber trotzdem ganz nett anzuschauen.

So waren wir gestern in Murrhardt am unteren Hörschbachwasserfall, allerdings waren wir nicht die einzigen, die sich das Naturschauspiel ansehen wollten und so waren die Parkplätze überfüllt und außerdem wurde wild auf der Straße geparkt, sodass es fast kein Durchkommen gab und wir ziemlich weit entfernt im Tal der Murr unser Auto abstellen und ziemlich bergan steigen mussten Aber es hat sich gelohnt,

Unseren Versuch den oberen Wasserfall zu erreichen, haben wir aufgegeben, denn der Weg wurde immer schmutziger und vor allem rutschiger.

Auf der Heimatfahrt haben wir bei Lautern an einem kleinen Brunnen ebenfalls noch einige schöne Eisformationen entdecken können.

PS: Am Samstag habe ich eine neue Bestleistung nach meiner Op vor 3 Monaten aufgestellt, ich bin 8 km gewandert und habe mich zusätzlich im Fitness-Center ausgetobt.

Training und Märzenbecher

So langsam kommt die Kraft in den Beinen wieder und so schaffe ich derzeit rund 5 km ohne Pause. Dies ist auch notwendig, um so früh wie nie, die Märzenbecher an ihren verschiedenen Standorten aufzusuchen.

Vor 10 Tagen wurden wir im Eselsburger Tal zum ersten Mal in größerem Umfang fündig, danach auch in den Donauauen und beim Fohlenhaus im Lonetal.

Außerdem haben wir noch selten an diesen Stellen so viele Kelchbecherlinge wir nie gefunden.

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen

oder genauer, es ist ganz schön schwierig, sich wieder nach einer schweren Op aufzubauen, vor allem im Winter, gut derzeit haben wir keinen richtigen Winter, aber Regen und Matsch machen das Training im Freien nicht gerade vergnügungsteuerpflichtig.

Aber letzthin habe ich immerhin schon 3,5 km am Stück geschafft, ok es war überwiegend eben, aber auch mit Steigungen komme ich auf knapp 3 km ohne Pause.

So bin ich sehr hoffnungsvoll, dass wir im Mai auf unsere nächste Fernwanderung gehen können.

Lust am bloggen kommt langsam wieder

Seit ich im letzten September erfahren musste, dass ich mich einer nicht ganz einfachen OP unterziehen muss – auch wenn man sich vegetarisch vollwertig ernährt und sich viel bewegt, ist man nicht vor Krankheit geschützt – war meine Lust am Bloggen unterentwickelt. Nach der OP hat es Wochen gedauert, bis ich mich dem PC überhaupt genähert habe, auch in der Reha wurde es kaum besser, aber langsam kommt die Lust am Bloggen wieder und so werde ich mich nun wieder regelmäßig, wenn auch nicht täglich melden.

Kürbisausstellung

Kurz vor dem Abschluss unseres Remstalhöhenwegs haben wir die Altstadt von Waiblingen besucht, die uns mit ihrer Vielzahl von schmucken Fachwerkhäusern überrascht hat.

Anschließend haben wir, wie fast jedes Jahr die Kürbisausstellung im blühenden Barock in Ludwigsburg besucht, die diesmal unter dem Motto Römer steht. Wie immer war sie wieder interessant, vor allem haben uns die geschnitzten Kürbisse wieder gefallen.

Körlitz – Schmölen (1)

Werbung und Sanierungsfall

Wir verlassen Körlitz auf einer kaum befahrenen Straße, ehe wir durch Felder in Richtung Roitsch wandern. Wir kommen an einer großen Apfelplantage vorbei, in der in den nächsten Tagen wohl die Ernte beginnen wird. Wir biegen nach rechts zu einem größeren Teich. Als sich ein älterer Mann auf eine Aussichtsplattform stellt, kommt Familie Schwan mit 8 Jungen aus gut 100 m Entfernung angerauscht, um das Brot, das der Mann ins Wasser wirft, zu fressen, so als würden sie sonst verhungern. Wenig später erreichen wir die ersten Häuser von Wurzen, gehen kurz an einer Durchfahrtsstraße entlang, dann biegen wir nach links und wenig später nach rechts ab, sodass wir auf einem Fuß-Radweg fast in die Altstadt von Wurzen wandern können. Zwischendurch machen wir noch eine längere Pause auf einer Bank.

Wurzen gilt mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 961 als einer der ältesten Orte Sachsens. Die Burg wurde auf eine felsige Anhöhe am rechten Muldeufer erbaut und war im 16. Jahrhundert zeitweilig Bischofssitz. Seit dieser Zeit wird die 1114 geweihte Kollegiatsstiftskirche St. Marien als Dom bezeichnet. Ob von der ursprünglichen Kirche noch Teile erhalten sind, ist nicht endgültig geklärt. Da die Bischöfe bis 1581 auf dem Schloss residierten, schien es Luther wohl nicht ratsam zu sein, selbst in Wurzen aufzutreten, trotzdem wurden seit 1542 evangelische Gottesdienste abgehalten.

Über den Marktplatz kommen wir zum Dom, den wir kurz besichtigen. Hier finden wir ein Bronzerelief, das Luthers Bildnis und den Liedanfang seines Kirchenlieds Eine feste Burg ist unser Gott, zeigt. Es ist Teil der Anfang der 30er Jahre des letzte Jahrhunderts von Prof. Georg Wrba neu geschaffenen Innenausstattung.

Vor dem Dom finden wir den Lutherbrunnen mit steinernen Sitzbänken, die zum Rasten einladen. Kurz schauen wir noch zum Schloss, in dem heute ein Hotel untergebracht ist. Wir gehen weiter durch die Stadt zur evangelisch-lutherischen, dreischiffigen Stadtkirche St. Wenceslai vorbei, die mit ihrem markanten Kirchturm das Stadtbild von Wurzen prägt, leider ist sie geschlossen.

Schmannewitz – Körlitz (2)

Dann erreichen wir Heyda mit seinem schön sanierten Schloss oberhalb des Küchenteichs. Auf der anderen Straßenseite sind einige frühere Fischteiche, die heute mit Seerosen übersät sind. Ein kurzes Stück müssen wir auf einer Straße ostwärts gehen, ehe wir in Richtung eines alten Basaltbruchs abbiegen. Hier gibt es das Hinweisschild „Aussichtspunkt Steinbruch“, doch später sehen wir leider keinen weiteren Hinweis. Schade, denn der mit Wasser teilweise gefüllte Basaltbruch sieht sehr schön aus, leider ist es fast unmüglich, ihn zu fotografieren, da viele jungen Birken und Sträucher die freie Sicht versperren und wir wegen des Zauns nicht näher kommen können.

Wir gehen kurz in das Betriebsgelände hinein, aber auch hier finden wir keinen Aussichtspunkt. So wandern wir durch eine Allee nach Dornreichenbach, gehen am Schloss – heute eine Senioreneinrichtung – vorbei zur Bushaltestelle, die an einem Teich liegt. Da wir fast eine Dreiviertelstunde auf den Bus warten müssten, entschließen wir uns, in den nächsten Ort weiterzuwandern.

Auf dem Feldweg gibt es viele Mirabellensträucher und Zwetschenbäume mit reifen Früchten. Ingrid nascht immer wieder davon, was unsere Geschwindigkeit nicht gerade erhöht. Rechts sehen wir über den Getreidefeldern eine alte Windmühle. Als wir in Körlitz ankommen, suchen wir die Bushaltestelle. Wir sind verunsichert, weil die Strecke nach Wurzen derzeit gesperrt ist und befürchten, dass die Bushaltestelle verlegt worden ist.

Doch eine freundliche Anwohnerin beruhigt uns, wir sind schon fast an der Haltestelle, sie ist derzeit nur wegen großer Straßenschilder kaum zu sehen.

Wir fahren mit dem Bus zum Bahnhof Wurzen, dann mit dem Zug nach Dahlen und mit dem Jeep zurück nach Falkenhain.

Unterwegs auf dem Remshöhenweg

Auch wenn ich hier im Blog derzeit unsere Wanderung auf dem sächsischen Lutherweg vorstelle, so sind wir an schönen Tagen natürlich nicht untätig, sondern wandern auf dem Remshöhenweg. Wir fahren morgens mit dem Jeep an den Startpunkt und nach der Wanderung wieder heim, denn zuhause schläft es sich doch am besten.

Und da wir gerade in der Gegend waren, haben wir auch die Sandskulpturen im Blühenden Barock in Ludwigsburg angesehen.