Archiv der Kategorie: regionale Wanderwege

Schießtal – Kleindeinbach (3)

Im Wald ist es nicht mehr so angenehm warm, hier wäre es im Sommer angenehm zu wandern, aber im Dezember sehnt man sich nach der Sonne, die oberhalb unseres Weges ständig scheint.
An einer Stelle biegt der Limesweg ab und da keine anderen Markierung zu sehen, folgen wir diesem und müssen wenig später quer durch den Wald, zwischen abgestorbenen Farne und über eine Wiese auf den Wan-derweg absteigen. Hier haben wir einen schönen Blick auf Schwäbisch Gmünd und den gegenüberliegenden Rechberg.
Wenig später wird auf Tafeln vor einem aggressiven Bussard gewarnt, doch uns lässt er in Frieden. In Serpentinen gehen wir abwärts zum Limes-Info-Center und hier ist es verflixt kalt. Wir fotografieren die beiden Formen des Limes, denn hier treffen der obergermanische und der rätische Limes aufeinander. Langsam geht es in dem kalten Tal aufwärts, ein kleiner Bach ist teilweise zugefroren. Auf dem Weg schauen wir uns die verschiedenen Steinskulpturen aus der römischen Zeit, genauer gesagt, wohl die Nachbildungen, an. An der ehemaligen Provinzgrenze steigen wir sehr steil hinauf nach Kleindeinbach, das wir in einem weiten Bogen in der Sonne erreichen.
Obwohl wir direkt zu unserem Auto kommen, machen wir noch einen kurzen Abstecher ins Dorf, wo Weihnachtsfiguren aufgebaut sind und am Abend eine Adventsfeier stattfinden wird, für die die Durchfahrts-straße gesperrt ist.

Schießtal – Kleindeinbach (1)

Zwei Anläufe
Eigentlich sollte heute in Schwäbisch Gmünd strahlender Sonnenschein herrschen, aber bisher hat sich nur ein kleines Fitzelchen blauer Himmel gezeigt und die Sonne hat es nur für wenige Minuten geschafft, die Wol-ken zu durchdringen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wir stellen unseren Jeep beim Parkplatz des Infozentrums Limes west-lich von Schwäbisch Gmünd ab und fahren mit dem Smart ins Schießtal, wo an einem normalen Werktag der Firmenparkplatz, auf dem wir das Auto letztes Mal abgestellt haben, natürlich belegt ist, aber wir können unterhalb einer Schrebergartensiedlung parken. Leider misslingt der Ver-such, auf einer Straße die Siedlung bis zum Remstal-Höhenweg zu durchqueren, daher müssen wir wieder zurück.
Kurz auf der Straße nach Osten, dann auf einem Waldweg parallel zur Straße treffen wir wieder auf den Remstal-Höhenweg. Durch den Wald steigen wir auf einem breiten gekiesten Weg mal flacher und mal steiler aufwärts.
Etwas später geht es zuerst eben und dann asphaltiert aufwärts. Als wir den Wald verlassen und auf der Höhe wandern, hat sich der Himmel komplett zugezogen und es ist der Jahreszeit entsprechend kalt. Da macht das Wandern keinen Spaß, so steigen wir steil hinab zu den ersten Häusern der Stadt und weiter auf der Straße ins Schießtal zu unserem Auto. Außer Spesen fast nichts gewesen.

Iggingen – Schießtal Schwäbisch Gmünd

Sonne und Wind
Nach dem Besuch der Adventsausstellung im Blumentreff Bartholomä wollen wir nach einigen Regentagen und unserem längeren Rügenaufent-halt die gute Wettervorhersage nutzen, um auf dem Remstal-Höhenweg weiterzuwandern.
Wir stellen den Jeep im Schwäbisch Gmünder Schießtal direkt bei der großen Fabrik ab und fahren nach Iggingen. Nach den letzten Häusern treffen wir auf den Remstal-Höhenweg, der um Iggingen herumführt. Die Sonne scheint, doch auf der fast baumlosen Hochfläche macht sich der südliche Wind unangenehm bemerkbar.
Zunächst gehen wir auf asphaltierten Feldwegen, vielleicht nicht schlecht nach dem Regen der letzten Tage, am modernen Wasserturm vorbei. An einem Kreisel außerhalb von Iggingen überqueren wir eine stark befah-rene Landstraße und gehen in westlicher Richtung weiter. Dann müssen wir auf einem Radweg direkt neben der Straße nach Lindach wandern.
Als wir die Möglichkeit sehen, auf einem Albvereinsweg den Radweg zu verlassen, tun wir das. Doch nach wenigen Metern führt der Weg durch eine nicht benutzte Weide. Allerdings scheuen wir vor dem rutschigen und nassen hohen Gras zurück, daher gehen wir auf dem Radweg wei-ter. In Lindach biegen wir nach links ab und es geht steil, sehr steil ins Tal. Auf einer teilweise sonnigen und etwas windgeschützten Bank ma-chen wir Pause.
Auf der ganzen Wanderung sind wir überrascht, wie viel buntes Laub noch auf den Bäumen ist. Jetzt kommen wir in den Wald, überqueren ein Bächlein und jetzt wird es schmutzig und rutschig, denn hier waren die Waldarbeiter zugange. Nach dem nächsten Bächlein wird es sogar noch schlimmer, aber wir kommen gerade noch durch. Jetzt steigt der Weg sehr steil bergan, teilweise verlassen wir dabei den Wald.
Bevor wir die Höhe erreichen, führt unser Weg zuerst leicht und dann etwas stärker bergab. An einer Gabelung ist die Wegmarkierung so an-gebracht, dass beide Wege möglich sind, nach ausführlichem Studium der Karte entscheiden wir uns für den linken Weg, der sich als der rechte herausstellt. In einem weiten Bogen umgehen wir das Werksgelände im Schießtal und erreichen unser Auto.

Wanderparkplatz Mögglingen – Iggingen (2)

Jetzt haben wir wieder – wie schon beim Start – einen schönen Blick auf den östlichen Rosenstein und den Albtrauf ringsum Heubach. Sehr schön ist auch der Blick auf die 3 Kaiserberge, die wir heute von der anderen Seite als bei unserer Wanderung in der letzten Woche auf dem Albtraufguckerweg sehen.
Die die Landschaft prägenden Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen sind Zeugenberge der Schwäbischen Alb und liegen im Stamm-land der Staufer. Sie entstanden durch Erosionsvorgänge, die die 3 Berge isolierten. Die einzigartige Lage und ihre Höhe (zwischen 684 und 757 m über NN) veranlassten die Adelsgeschlechter der Staufer und Rechberg, auf den beiden erstgenannten Burgen zu bauen.
Wir gehen leicht abwärts in Richtung Böbingen, auf halber Höhe nähern wir uns Iggingen. Als der Weg aufwärts zeigt, bleiben wir noch eine Weile auf dem bisherigen Sträßchen, da wir die Hoffnung haben, dann weniger dem Wind ausgesetzt zu sein, was glücklicherweise auch zutrifft. In Ig-gingen steigen wir, vorbei an einem hübschen Fachwerkhaus hinauf zu unserem Auto.

Unser Remstalhöhenweg

Bei unseren Spaziergängen auf dem Rosenstein sind wir erstmals auf den Remstal-Höhenweg aufmerksam geworden. Daran erinnerten wir uns, als wir nach einem neuen Weitwanderweg nach Abschluss des Martinuswegs und des Albtraufgänger- und -guckerwegs suchten. Wir besorgten uns die entsprechenden Unterlagen und stellten dabei fest, dass es sich entgegen unserer Vermutung nicht um einen geschlossenen Rundwanderweg handelt, denn er startet in Fellbach und endet in Neckarrems. Doch wir waren uns sofort darüber klar, dass wir diese Lücke schließen wollen, was wir auch bewerkstelligten.
Da wir bei unserem Start im Spätherbst keine langen Anfahrtswege haben wollten, begannen wir unsere Wanderung rechtsseitig der Rems am Limesparkplatz bei Mögglingen und erreichen über Kloster Lorch und Schorndorf die Mündung der Rems in den Neckar in Neckarrems. Von hier suchen wir uns einen eigenen Weg über Waiblingen bis an den Ortsrand von Fellbach, wo der Remstal-Höhenweg seinen Anfang nimmt. Wie nach Schorndorf wandern wir durch Weinberge und schöne Weindörfer. Schließlich steigen wir von der Höhe hinunter nach Schwäbisch Gmünd und erreichen über Heubach und den Rosenstein und vorbei am Remsursprung mit Essingen den östlichsten Punkt unserer Wanderung. Von hier ist es dann nur noch eine kurze Strecke bis zu unserem Startpunkt bei Mögglingen.
Die Wanderung ist geprägt von einem ständigen Bergauf- und Bergab, das sich bei uns noch verstärkte, da wir wegen der öffentlichen Verkehrsmittel mitunter zusätzlich in Tal absteigen mussten. Insgesamt war unsere Wanderung gut 30 km länger als der ausgeschilderte Remstal-Höhenweg und wir waren von Anfang Oktober 2016 bis Ende September 2017 unterwegs.

Vorstellung des Remstalhöhenwegs

Nachdem wir letztes Jahr diesen Wanderweg, der uns in einer Rundwanderung von Mögglingen über Lorch und Schorndorf nach Remseck an den Neckar geführt hat und wir von dort über Waiblingen, Fellbach, schöne Weinorte, Schwäbisch Gmünd und Heubach wieder nach Mögglingen gekommen sind, habe ich mir überlegt, diesen Weg vorzustellen.

Freuen Sie sich schon einmal darauf, es geht bald los.

Warum kurz, wenn es auch lang geht

Am letzten Dienstag waren wir wieder auf dem Remshöhenweg von Miedelsbach nach Schorndorf unterwegs. Dabei ging der Weg ziemlich zickzack und an einer Stelle war es besonders prägnant. Da führte ein Radweg in 1,2 km nach Schornbach, während kurz zuvor eine Wandertafel den Hinweis 5,7 km nach Schornbach angab.

Wir sind im Prinzip dem Wanderweg gefolgt, haben es aber vorgezogen, parallel zum geschotterten Waldweg am Waldrand mit Blick auf das Remstal und die blühenden Bäume gut 2 km nach Osten zu wandern, um dann in halber Hanghöhe auf dem ausgeschilderten Weg rund 3 km nach Westen, eigentlich unsere Hauptrichtung, und nach Schornbach zu wandern.


Später sind wir nochmals vom Weg abgewichen und in die Stadtmitte von Schorndorf gewandert, die wir beim nächsten Mal genauer in Augenschein nehmen wollen.

 

Frühlingserwachen auf dem Remshöhenweg

Nachdem die Märzenbecherblüte vorbei ist, haben wir wieder Zeit für etwas Anderes. Daher waren wir gestern wieder auf dem Remshöhenweg unterwegs und konnten feststellen, dass die Natur im Remstal viel weiter ist als bei uns auf der rauhen Ostalb.

Natürlich blüht es in den Gärten, aber auch in der freien Natur gibt es viel zu bestaunen. Leider war es für Obstblüten auf den Streuobstwiesen noch zu früh, aber wir überlegen, ob wir statt mehrmals ins Neidlinger Tal zu fahren, die Streuobstwiesen zwischen Plüderhausen und Miedelsbach zu besuchen.

 


Auf dem Remshöhenweg

Nachdem wir noch keine Märzenbecher finden können, waren wir vor einigen Tagen wieder auf dem Remshöhenweg unterwegs, der allerdings  in diesem Bereich von Kloster Lorche bis Weitmars eher ein Rauf- und Runterweg ist. Sehr steil der Anstieg nach dem Kloster und anfangs sehr steil der Abstieg in der Schelmenklinge. Leider, aber verständlich, sind die Wasserspiele erst im Sommer in Betrieb, da werden wir den Teil der Wanderung wohl nochmals absolvieren.


 

 

 

 

 

In den Seitentäler der Rems fanden wir noch zugefrorene Teiche, während es in der Schelmenklinge überraschend sonnig und trocken war.

Albtraufgänger und -guckerweg

8-fels-am-traufVorgestern haben wir die 140 km lange Wanderung im Kreis Göppingen beendet, der Albtraufgängerweg bringt schon einiges an An- und Abstiegen, hat mich allerdings erst im 2. Teil wirklich zufriedengestellt, da im ersten Teil der Albtrauf doch mitunter etwas weit entfernt war und viele breite Feld- und Waldwege genutzt wurden, wie ich hier schon ziemlich deutlich berichtet habe, aber insgesamt ein schöner Weg. Um die Runde von Wiesensteig nach Wiesensteig zu beenden, sind wir von Gosbach bis Wiesensteig auf dem Goissatalweg gewandert.
Wer den Weg machen möchte, sollte darauf achten, dass es trocken ist, denn manche Strecken sind sehr steil und schmal und da kann es bei Nässe durchaus rutschig sein.
Schwindelfreiheit wäre ebenfalls nicht schlecht und gutes Schuhwerk Pflicht.
Weniger anstrengend und fast immer auf asphaltierter oder befestigten Wegen der Albtraufguckerweg, mit knapp 30 km deutlich kürzer als der -gängerweg.