Schießtal – Kleindeinbach (1)

Zwei Anläufe
Eigentlich sollte heute in Schwäbisch Gmünd strahlender Sonnenschein herrschen, aber bisher hat sich nur ein kleines Fitzelchen blauer Himmel gezeigt und die Sonne hat es nur für wenige Minuten geschafft, die Wol-ken zu durchdringen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wir stellen unseren Jeep beim Parkplatz des Infozentrums Limes west-lich von Schwäbisch Gmünd ab und fahren mit dem Smart ins Schießtal, wo an einem normalen Werktag der Firmenparkplatz, auf dem wir das Auto letztes Mal abgestellt haben, natürlich belegt ist, aber wir können unterhalb einer Schrebergartensiedlung parken. Leider misslingt der Ver-such, auf einer Straße die Siedlung bis zum Remstal-Höhenweg zu durchqueren, daher müssen wir wieder zurück.
Kurz auf der Straße nach Osten, dann auf einem Waldweg parallel zur Straße treffen wir wieder auf den Remstal-Höhenweg. Durch den Wald steigen wir auf einem breiten gekiesten Weg mal flacher und mal steiler aufwärts.
Etwas später geht es zuerst eben und dann asphaltiert aufwärts. Als wir den Wald verlassen und auf der Höhe wandern, hat sich der Himmel komplett zugezogen und es ist der Jahreszeit entsprechend kalt. Da macht das Wandern keinen Spaß, so steigen wir steil hinab zu den ersten Häusern der Stadt und weiter auf der Straße ins Schießtal zu unserem Auto. Außer Spesen fast nichts gewesen.

Weltgrößte Kürbisausstellung

Wie jedes Jahr waren wir vor einigen Tagen wieder auf der weltgrößten Kürbisaustellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg. Das Motto in diesem Jahr lautete Waldtiere und es war ein besonderes Highlight.
Aber nicht nur zum Sehen gab es einiges, sondern auch zum Genießen, so haben wir natürlich die hervorragende Kürbissuppe probiert, vorzügliche Kürbiskässpätzle und eine Kürbisquiche, dazu Kürbisschorle und zum Abschluß einen leckeren Kürbisnusskuchen.

Iggingen – Schießtal Schwäbisch Gmünd

Sonne und Wind
Nach dem Besuch der Adventsausstellung im Blumentreff Bartholomä wollen wir nach einigen Regentagen und unserem längeren Rügenaufent-halt die gute Wettervorhersage nutzen, um auf dem Remstal-Höhenweg weiterzuwandern.
Wir stellen den Jeep im Schwäbisch Gmünder Schießtal direkt bei der großen Fabrik ab und fahren nach Iggingen. Nach den letzten Häusern treffen wir auf den Remstal-Höhenweg, der um Iggingen herumführt. Die Sonne scheint, doch auf der fast baumlosen Hochfläche macht sich der südliche Wind unangenehm bemerkbar.
Zunächst gehen wir auf asphaltierten Feldwegen, vielleicht nicht schlecht nach dem Regen der letzten Tage, am modernen Wasserturm vorbei. An einem Kreisel außerhalb von Iggingen überqueren wir eine stark befah-rene Landstraße und gehen in westlicher Richtung weiter. Dann müssen wir auf einem Radweg direkt neben der Straße nach Lindach wandern.
Als wir die Möglichkeit sehen, auf einem Albvereinsweg den Radweg zu verlassen, tun wir das. Doch nach wenigen Metern führt der Weg durch eine nicht benutzte Weide. Allerdings scheuen wir vor dem rutschigen und nassen hohen Gras zurück, daher gehen wir auf dem Radweg wei-ter. In Lindach biegen wir nach links ab und es geht steil, sehr steil ins Tal. Auf einer teilweise sonnigen und etwas windgeschützten Bank ma-chen wir Pause.
Auf der ganzen Wanderung sind wir überrascht, wie viel buntes Laub noch auf den Bäumen ist. Jetzt kommen wir in den Wald, überqueren ein Bächlein und jetzt wird es schmutzig und rutschig, denn hier waren die Waldarbeiter zugange. Nach dem nächsten Bächlein wird es sogar noch schlimmer, aber wir kommen gerade noch durch. Jetzt steigt der Weg sehr steil bergan, teilweise verlassen wir dabei den Wald.
Bevor wir die Höhe erreichen, führt unser Weg zuerst leicht und dann etwas stärker bergab. An einer Gabelung ist die Wegmarkierung so an-gebracht, dass beide Wege möglich sind, nach ausführlichem Studium der Karte entscheiden wir uns für den linken Weg, der sich als der rechte herausstellt. In einem weiten Bogen umgehen wir das Werksgelände im Schießtal und erreichen unser Auto.

Wanderparkplatz Mögglingen – Iggingen (2)

Jetzt haben wir wieder – wie schon beim Start – einen schönen Blick auf den östlichen Rosenstein und den Albtrauf ringsum Heubach. Sehr schön ist auch der Blick auf die 3 Kaiserberge, die wir heute von der anderen Seite als bei unserer Wanderung in der letzten Woche auf dem Albtraufguckerweg sehen.
Die die Landschaft prägenden Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen sind Zeugenberge der Schwäbischen Alb und liegen im Stamm-land der Staufer. Sie entstanden durch Erosionsvorgänge, die die 3 Berge isolierten. Die einzigartige Lage und ihre Höhe (zwischen 684 und 757 m über NN) veranlassten die Adelsgeschlechter der Staufer und Rechberg, auf den beiden erstgenannten Burgen zu bauen.
Wir gehen leicht abwärts in Richtung Böbingen, auf halber Höhe nähern wir uns Iggingen. Als der Weg aufwärts zeigt, bleiben wir noch eine Weile auf dem bisherigen Sträßchen, da wir die Hoffnung haben, dann weniger dem Wind ausgesetzt zu sein, was glücklicherweise auch zutrifft. In Ig-gingen steigen wir, vorbei an einem hübschen Fachwerkhaus hinauf zu unserem Auto.

Wanderparkplatz Mögglingen – Iggingen (1)

Der Wind – ein Vorgeschmack auf Rügen
Eigentlich wollten wir heute – wie immer im Herbst – schon auf unserer Lieblingsinsel Rügen sein, aber irgendwie hat es noch nicht geklappt. So nutzen wir die Gelegenheit, unseren Remstal-Höhenweg zu beginnen. Allerdings erinnert uns der böige und starke Nordostwind, dem wir heute ausgesetzt sind, stark an die Verhältnisse auf Rügen.
Wir hatten lange überlegt, wo wir unseren neuen Wanderweg beginnen sollten und wie lange die erste Etappe sein sollte, doch ein leider überra-schend notwendiger Arztbesuch beschnitt unsere Möglichkeiten stark.
So sind wir heute mit 2 Autos unterwegs, parken den Jeep am oberen Ortsrand von Iggingen und fahren mit dem Smart zum vorgesehenen Startpunkt, dem Parkplatz an der Kreisstraße von Mögglingen nach Heuchlingen.
Hier sehen wir eine erste Hinweistafel auf den Limes, von denen wir auf den folgenden Wanderungen noch einige sehen werden, denn zunächst ist der Remstal-Höhenweg mit dem Limeswanderweg identisch und er trifft später immer wieder mal auf ihn. Der obergermanisch-rätische Limes, im ursprünglichen Wortsinn Querweg, Schneise oder Grenzweg, ist mit 550 km das längste Bodendenkmal Europas. Der Limes war nicht zur Abwehr größerer Angriffe ausgebaut, sondern diente in erster Linie der Kontrolle und Kanalisierung des täglichen Personen- und Warenver-kehrs sowie der schnellen Nachrichtenübermittlung zwischen den Wachposten. Er bildete somit die Grenze des römischen Wirtschaftsgebietes und bestand vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christi, seinen endgültigen Verlauf erhielt er Mitte des 2. Jahrhun-derts.
In einem schmalen Wald gehen wir auf Naturboden direkt nach Westen, wie beim Limeswanderweg üblich ist der Weg ziemlich gerade. Den auf Karte und Hinweisschildern bezeichneten Wachturm sehen wir nicht, nur eine Tafel, die allgemein über die Wachtürme des Limes informiert. Hier im Wald ist der Wind kaum spürbar, das ändert sich, als wir diesen Schutz verlassen und auf einer Straße weiterwandern, vor allem, als wir kurz nach Norden gehen. Aber auch beim Wandern in westlicher Richtung bläst der Wind durchaus unangenehm.

Die einzelnen Etappen

Unsere Etappen mit km-Angabe
1. Mögglingen – Iggingen 7,5
2. Iggingen – Schießtal Schw. Gmünd 8,5
3. Schießtal – Kleindeinbach 11
4. Kleindeinbach – Kloster Lorch 7
5. Lorch – Kloster – Lorch 3
6. Kloster Lorch – Weitmars 11
7. Weitmars – Plüderhausen 10
8. Plüderhausen – Miedelsbach 12
9. Miedelsbach – Schorndorf 11
10. Stadtbesichtigung Schorndorf 2
11. Schorndorf – Rohrbronn 10
12. Rohrbronn – Grunbach 7
13. Buoch – Schwaikheim 13
14. Schwaikheim – Neckarrems 10
15. Neckarrems – Rommelshausen 15
16. Stadtbesichtigung Waiblingen 2
17. Rommelshausen – Stetten 13
18. Stetten – Schnait 14
19. Schnait – Winterbach 12
20. Winterbach – Plüderhausen 14
21. Plüderhausen – Rattenharz 9
22. Rattenharz – PP Straße nach Radelstetten 12
23. PP Radelstetten – Landstraße Unterbettringen 11
24. Stadtbesichtigung Schwäbisch Gmünd 5
25. Unterbettringen – Weiler i.d.B 7
26. Weiler – Heubach 8
27. Heubach – Lautern 8
28. Lautern – Essingen 9
29. Essingen – Mögglingen 8
30. Mögglingen – Limes PP Mögglingen 3

Unser Remstalhöhenweg

Bei unseren Spaziergängen auf dem Rosenstein sind wir erstmals auf den Remstal-Höhenweg aufmerksam geworden. Daran erinnerten wir uns, als wir nach einem neuen Weitwanderweg nach Abschluss des Martinuswegs und des Albtraufgänger- und -guckerwegs suchten. Wir besorgten uns die entsprechenden Unterlagen und stellten dabei fest, dass es sich entgegen unserer Vermutung nicht um einen geschlossenen Rundwanderweg handelt, denn er startet in Fellbach und endet in Neckarrems. Doch wir waren uns sofort darüber klar, dass wir diese Lücke schließen wollen, was wir auch bewerkstelligten.
Da wir bei unserem Start im Spätherbst keine langen Anfahrtswege haben wollten, begannen wir unsere Wanderung rechtsseitig der Rems am Limesparkplatz bei Mögglingen und erreichen über Kloster Lorch und Schorndorf die Mündung der Rems in den Neckar in Neckarrems. Von hier suchen wir uns einen eigenen Weg über Waiblingen bis an den Ortsrand von Fellbach, wo der Remstal-Höhenweg seinen Anfang nimmt. Wie nach Schorndorf wandern wir durch Weinberge und schöne Weindörfer. Schließlich steigen wir von der Höhe hinunter nach Schwäbisch Gmünd und erreichen über Heubach und den Rosenstein und vorbei am Remsursprung mit Essingen den östlichsten Punkt unserer Wanderung. Von hier ist es dann nur noch eine kurze Strecke bis zu unserem Startpunkt bei Mögglingen.
Die Wanderung ist geprägt von einem ständigen Bergauf- und Bergab, das sich bei uns noch verstärkte, da wir wegen der öffentlichen Verkehrsmittel mitunter zusätzlich in Tal absteigen mussten. Insgesamt war unsere Wanderung gut 30 km länger als der ausgeschilderte Remstal-Höhenweg und wir waren von Anfang Oktober 2016 bis Ende September 2017 unterwegs.

Vorstellung des Remstalhöhenwegs

Nachdem wir letztes Jahr diesen Wanderweg, der uns in einer Rundwanderung von Mögglingen über Lorch und Schorndorf nach Remseck an den Neckar geführt hat und wir von dort über Waiblingen, Fellbach, schöne Weinorte, Schwäbisch Gmünd und Heubach wieder nach Mögglingen gekommen sind, habe ich mir überlegt, diesen Weg vorzustellen.

Freuen Sie sich schon einmal darauf, es geht bald los.