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Iggingen – Schießtal Schwäbisch Gmünd

Sonne und Wind
Nach dem Besuch der Adventsausstellung im Blumentreff Bartholomä wollen wir nach einigen Regentagen und unserem längeren Rügenaufent-halt die gute Wettervorhersage nutzen, um auf dem Remstal-Höhenweg weiterzuwandern.
Wir stellen den Jeep im Schwäbisch Gmünder Schießtal direkt bei der großen Fabrik ab und fahren nach Iggingen. Nach den letzten Häusern treffen wir auf den Remstal-Höhenweg, der um Iggingen herumführt. Die Sonne scheint, doch auf der fast baumlosen Hochfläche macht sich der südliche Wind unangenehm bemerkbar.
Zunächst gehen wir auf asphaltierten Feldwegen, vielleicht nicht schlecht nach dem Regen der letzten Tage, am modernen Wasserturm vorbei. An einem Kreisel außerhalb von Iggingen überqueren wir eine stark befah-rene Landstraße und gehen in westlicher Richtung weiter. Dann müssen wir auf einem Radweg direkt neben der Straße nach Lindach wandern.
Als wir die Möglichkeit sehen, auf einem Albvereinsweg den Radweg zu verlassen, tun wir das. Doch nach wenigen Metern führt der Weg durch eine nicht benutzte Weide. Allerdings scheuen wir vor dem rutschigen und nassen hohen Gras zurück, daher gehen wir auf dem Radweg wei-ter. In Lindach biegen wir nach links ab und es geht steil, sehr steil ins Tal. Auf einer teilweise sonnigen und etwas windgeschützten Bank ma-chen wir Pause.
Auf der ganzen Wanderung sind wir überrascht, wie viel buntes Laub noch auf den Bäumen ist. Jetzt kommen wir in den Wald, überqueren ein Bächlein und jetzt wird es schmutzig und rutschig, denn hier waren die Waldarbeiter zugange. Nach dem nächsten Bächlein wird es sogar noch schlimmer, aber wir kommen gerade noch durch. Jetzt steigt der Weg sehr steil bergan, teilweise verlassen wir dabei den Wald.
Bevor wir die Höhe erreichen, führt unser Weg zuerst leicht und dann etwas stärker bergab. An einer Gabelung ist die Wegmarkierung so an-gebracht, dass beide Wege möglich sind, nach ausführlichem Studium der Karte entscheiden wir uns für den linken Weg, der sich als der rechte herausstellt. In einem weiten Bogen umgehen wir das Werksgelände im Schießtal und erreichen unser Auto.

Nietheim – Oberkochen

Waldwanderung

 Wieder stellen wir unser Auto auf dem Parkplatz bei der Gaststätte ab und ich wundere mich, wie viel Betrieb auch am Montag hier herrscht. Schon bald erreichen wir den Wald, den wir erst kurz vor Oberkochen wieder verlassen. Wir müssen meist auf kiesigen breiten Waldwegen wandern, nur einmal von einem schönen Grasweg unterbrochen. Auch heute sehen wir wieder viele Pilze.

Als wir an einer Wegkreuzung Pause machen, überlegen wir uns, sollen wir dem kürzeren, aber vielleicht etwas beschwerlichen Albvereinsweg über einen Aussichtsfelsen folgen, oder dem ausgeschilderten Jakobusweg, der an einem Felsen, der als geologische Besonderheit beschrieben wird, vorbeiführt.

Wir entscheiden uns leider für die zweite Variante, die unangenehm steil einen rutschigen Kiesweg hinunterführt, was den Felsen auszeichnet, können wir als Laien nicht erkennen und dann müssen wir nahe des Waldrands eine fast endlose Strecke nach Süden wandern, wobei die Motorgeräusche der nahen Bundesstraße das Ganze nicht angenehmer machen. An einer kleinen Kapelle geht es dann endlich vollends hinunter nach Oberkochen, einer Kleinstadt mit knapp 8000 Einwohnern und dem Weltkonzern Zeiss als Hauptarbeitgeber. Interessant ist das optische Museum der Firma Zeiss. Die Gegend um Oberkochen war, wie entsprechende Funde belegen, schon in der Steinzeit besiedelt.

Wir unterqueren die Bundesstraße und gehen an der katholischen Kirche St. Peter und Paul vorbei in die Ortsmitte, wo der Brunnen an die Zeit der Bohrermacher im 19. Jahrhundert erinnert. Dann geht es immer steiler werdend bergauf zum Ortsrand, wo uns unser Saab erwartet.

 

 

 

Neresheim – Staufen (2)

Weiter folgen wir wieder dem Zeichen der Muschel, allerdings weicht der Weg in der Wirklichkeit von der gar nicht so alten Karte ab. Noch ein letzter Blick zum Kloster und dann erklären wir mithilfe der Wanderkarte einem Radfahrer dessen weiteren Weg, scheinbar sind die Radler heute alle ohne Karten unterwegs. Wieder bringt uns der Wald Schatten und mit Blick auf Fleinheim machen wir Pause. Entlang einer Wacholderheide geht es ins Tal hinab, dabei finden wir eine verblühte Orchidee. Durch den Ort und an der Kirche vorbei steigen wir wieder zum Wald hinauf und wieder verläuft der Weg anders als in der Karte dargestellt. Ein verblühtes weißes Waldvögelein weckt unsere Aufmerksamkeit und wenig später sehen wir mehrere rote Waldvögelein, doch die blasse Rotfärbung macht auch heute meiner Digitalkamera zu schaffen. Neben der Straße geht es weiter, kurzzeitig durch hohes Gras mit Brennnesseln. Dann biegt der Muschelweg nach links auf einen Kiesweg ab, während die Karte den Weg noch geradeaus weist. Da aber nicht klar ist, ob der Weg bis Staufen so ausgeschildert ist, folgen wir dem Zeichen, vor allem, da der weitere Albvereinsweg fast undurchdringlich erscheint. Allerdings ärgert sich Ingrid über den Schotterweg und nutzt jede Gelegenheit auf Gras zu gehen. ´

Auf der Höhe vor dem Dorf Staufen steht die kleine Kapelle Maria Schnee, von der aus beachtenswerte moderne Kreuzwegstationen den Abstieg säumen. Dann sind wir auch bald in der Ortsmitte und bei unserem von der Sonne aufgeheizten PT-Cruiser von Chrysler.