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Nasse Überraschung

Friedrichshafen – Langenargen (2)

Wir erreichen die ersten Häuser von Langenargen und jetzt weiß ich wieder, warum es mir an der Ostsee so gefällt, denn da kann man fast überall ungehindert am Strand entlang wandern, während hier die Uferflächen im Privatbesitz sind.

Als wir an einem Bücherflohmarkt des Tierschutzvereins Lindau vorbeikommen, muss Ingrid natürlich die Bücher durchsuchen und wird mit einen Eulenbuch fündig. Nachdem wir den entsprechenden Obulus in die Kasse geworfen haben, erreichen wir die Ortsmitte mit der Martinkirche.

Schloss Montfort ist natürlich – wie könnte es bei einem historischen Gebäude auch anders sein – eine Baustelle, dafür besuchen wir die interessante Martinskirche. 

Wir gehen am Hafen vorbei, leider ist es nicht möglich mit dem Schiff zurückzufahren, da wegen des geringen Wasserstands Langenargen von der Dampferflotte derzeit nicht angefahren werden kann.

Zu Beginn des Seeparks finden wir eine große Tulpenlandschaft, die wir umrunden, ehe wir dann zum Bahnhof gehen, um den nächsten Zug zu erreichen.

Mit dem Auto kommen wir nach Langenargen zurück, um Abend zu essen, doch zunächst wird es schwierig, einen Platz im Freien zu ergattern, denn alle genießen noch die Abendsonne, wenn sich von Osten her auch der Himmel dunkel verfärbt. Unter einem großen Sonnenschirm finden wir in einer Pizzeria Platz, kaum haben wir bestellt beginnt es zu regnen und alle, die nicht unter dem Schirm Platz gefunden haben, verlassen wir ihre Plätze, um trockene zu finden und bringen damit das Personal völlig durcheinander.

Da ich am Rand sitze muss ich mehrmals nach innen rücken und dann sucht sich das Wasser über der geneigten Tischplatte seinen Weg und tropft auf meine Hosenbeine. Der Regen wird immer stärker und so wird auch Ingrid langsam betroffen, sodass sie das letzte Viertel ihrer Pizza zusammenklappt und in die Serviette packt und die wenigen Schritte zu Auto riskiert, während ich noch warten muss, um Bezahlen zu können.

Radfahrer! Beim Wandern eine Plage

22.4. Friedrichshafen – Langenargen (1)

Auf dem Weg zum Bodensee machen wir an diesem Karfreitag Station in Oberstadion, um den dortigen Osterbrunnen zu besuchen und haben Bedenken, dass vielleicht zu viel los sein könnte und man den Brunnen vor lauter Menschen kaum sehen und schon gar nicht fotografieren könnte. Aber dem ist glücklicherweise nicht so, denn die Organisatoren scheinen ihr Kunstwerk noch nicht so zu vermarkten wie dies an manchen anderen Orten der Fall ist. Der Besuch ist auch für den geplanten Diavortrag wichtig, denn unser Weg führt durch Oberstadion und da wollen wir auf diesen Osterbrunnen mit mehr als 10000 Eiern aufmerksam machen.

In Friedrichshafen suchen wir lange vergebens nach einem Parkplatz, denn uns widerstrebt es, die Kosten für mehrere Stunden Parkhaus zu bezahlen. An der Schlosskirche werden wir fündig, allerdings darf man hier nur 3 Stunden parken und das wird sicher nicht reichen, aber wir vertrauen darauf, dass geben Abend hier kein Kontrolleur unterwegs sein wird.

 
 

Brunnen in Friedrichshafen

Wir durchqueren also nochmals den Seepark, gehen dann in die Fußgängerzone, besuchen kurz die Nikolauskirche und bewundern den modernen Brunnen, wobei Ingrid gewisse Bedenken beim Fotografieren hat, denn eine Touristin hat es sich auf einem trockenen Teil des Brunnen als Brunnenfigur bequem gemacht und Ingrid will nur den Originalbrunnen fotografieren.

Dann verlassen wir am Hafen vorbei Friedrichshafen und kommen nach einigen Schlenkern zu einem den Fußgänger vorbehaltenen Weg durch eine Schilf- und Waldlandschaft. Aber wie auch andern Orts verlieren viele Radfahrer sobald sie in den Sattel gestiegen sind, die Fähigkeit zu lesen und Verkehrszeichen zu erkennen, sodass wir auch auf diesem Stück nicht ungestört wandern können.

Noch schlimmer wird es dann im Eriskircher Ried, denn hier dürfen sich die Radfahrer auch tummeln, wenn auch der ausgeschilderte Bodenseeradweg etwas weiter im Landesinnern verläuft.

Immer wieder gehen wir zu Aussichtspunkten am Wasser, aber das steinige Ufer ist bei dem niedrigen Wasserstand nicht so schön anzusehen. Leider blühen die Iris im Ried noch nicht, wir müssen also nochmals wiederkommen, aber man sieht schon ihre Blätter, dafür stehen auch hier die Obstbäume, überwiegend in Plantagen, in voller Blüte.

Obstbäume im Eriskircher Ried

Gefährliche Teilstrecke

19.04.2011 Oberteuringen – Friedrichshafen (2)

In Schnetzenhausen kommen für mich die Erinnerung an meine Jugendzeit hoch, wo ich oft mit Onkel, Tante und Kusine in der Krone gegessen habe, die aber keine Ähnlichkeit mehr mit dem Dorfgasthaus von früher aufweist.

An der Kirche vorbei kommen wir auf eine schmale Straße, die aber sehr stark von Einheimischen befahren ist und das Wandern vor allem mit dem Buggy nicht gerade einfach und sogar gefährlich macht. Aber hier verläuft nicht nur der Martinusweg, sondern auch der HW7 des Schwäbischen Albvereins und der Jubiläumswanderweg und ich frage mich wirklich, gibt es wirklich keine andere Möglichkeit nach Friedrichshafen zu kommen.
In Seemoos, die Erinnerungen kommen auch hier wieder, unterqueren die Bundesstraße und die Bahn und kommen zum Bodenseeufer. Leider kann man das Ufer nur in seltenen Fällen wirklich begehen, was bei den vielen großen Kieselsteinen und dem geringen Wasserstand auch kein Vergnügen wäre, denn zwischen dem schmalen Fußweg und dem Wasser gibt es fast immer Privatgrundstücke.

 
 

Schlosskirche Friedrichshafen ©walker

Dann erreichen wir das Friedrichshafer Schloss und besuchen die Schlosskirche. Bald sind wir am Seepark und gehen Richtung Stadtbahnhof und sehen gerade noch wie unser Bus abfährt. 2-3 Minuten früher und wir wären eine Stunde früher zuhause bzw. könnten noch den Osterbrunnen in Oberstadion besuchen. Doch mit bis zu 3 Kinderwagen neben unserem Buggy ist die Fahrt für mich nicht gerade angenehm, erst die letzten Meter kann ich mich auch setzen.

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