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Kleindeinbach – Kloster Lorch (2)

Dann fahren wir mit einem Auto nach Kleindeinbach und gehen zu-nächst in der Sonne auf der Hochfläche nach Westen, in die Ferne und ins Tal ist es immer noch ziemlich dunstig. Anschließend im Wald ist es natürlich ziemlich kühl, im Tal ist es teilweise wieder sonnig, aber noch hält sich der weiße Reif.

Auf einer Bank machen wir im Sonnenschein kurz Pause, um etwas zu essen. Wir gehen im jetzt schattigen Tal in weiten Bogen aufwärts und kommen an einigen Mammutbäumen vorbei. Oberhalb des Klosters gelangen wir zu einer freien Fläche und gehen abwärts.

Vorbei an der Nachbildung des Limes und eines Wachturms erreichen wir das Kloster und machen im kleinen Selbstbedienungscafé Pause.

Schießtal – Kleindeinbach (3)

Im Wald ist es nicht mehr so angenehm warm, hier wäre es im Sommer angenehm zu wandern, aber im Dezember sehnt man sich nach der Sonne, die oberhalb unseres Weges ständig scheint.
An einer Stelle biegt der Limesweg ab und da keine anderen Markierung zu sehen, folgen wir diesem und müssen wenig später quer durch den Wald, zwischen abgestorbenen Farne und über eine Wiese auf den Wan-derweg absteigen. Hier haben wir einen schönen Blick auf Schwäbisch Gmünd und den gegenüberliegenden Rechberg.
Wenig später wird auf Tafeln vor einem aggressiven Bussard gewarnt, doch uns lässt er in Frieden. In Serpentinen gehen wir abwärts zum Limes-Info-Center und hier ist es verflixt kalt. Wir fotografieren die beiden Formen des Limes, denn hier treffen der obergermanische und der rätische Limes aufeinander. Langsam geht es in dem kalten Tal aufwärts, ein kleiner Bach ist teilweise zugefroren. Auf dem Weg schauen wir uns die verschiedenen Steinskulpturen aus der römischen Zeit, genauer gesagt, wohl die Nachbildungen, an. An der ehemaligen Provinzgrenze steigen wir sehr steil hinauf nach Kleindeinbach, das wir in einem weiten Bogen in der Sonne erreichen.
Obwohl wir direkt zu unserem Auto kommen, machen wir noch einen kurzen Abstecher ins Dorf, wo Weihnachtsfiguren aufgebaut sind und am Abend eine Adventsfeier stattfinden wird, für die die Durchfahrts-straße gesperrt ist.

Wanderparkplatz Mögglingen – Iggingen (1)

Der Wind – ein Vorgeschmack auf Rügen
Eigentlich wollten wir heute – wie immer im Herbst – schon auf unserer Lieblingsinsel Rügen sein, aber irgendwie hat es noch nicht geklappt. So nutzen wir die Gelegenheit, unseren Remstal-Höhenweg zu beginnen. Allerdings erinnert uns der böige und starke Nordostwind, dem wir heute ausgesetzt sind, stark an die Verhältnisse auf Rügen.
Wir hatten lange überlegt, wo wir unseren neuen Wanderweg beginnen sollten und wie lange die erste Etappe sein sollte, doch ein leider überra-schend notwendiger Arztbesuch beschnitt unsere Möglichkeiten stark.
So sind wir heute mit 2 Autos unterwegs, parken den Jeep am oberen Ortsrand von Iggingen und fahren mit dem Smart zum vorgesehenen Startpunkt, dem Parkplatz an der Kreisstraße von Mögglingen nach Heuchlingen.
Hier sehen wir eine erste Hinweistafel auf den Limes, von denen wir auf den folgenden Wanderungen noch einige sehen werden, denn zunächst ist der Remstal-Höhenweg mit dem Limeswanderweg identisch und er trifft später immer wieder mal auf ihn. Der obergermanisch-rätische Limes, im ursprünglichen Wortsinn Querweg, Schneise oder Grenzweg, ist mit 550 km das längste Bodendenkmal Europas. Der Limes war nicht zur Abwehr größerer Angriffe ausgebaut, sondern diente in erster Linie der Kontrolle und Kanalisierung des täglichen Personen- und Warenver-kehrs sowie der schnellen Nachrichtenübermittlung zwischen den Wachposten. Er bildete somit die Grenze des römischen Wirtschaftsgebietes und bestand vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christi, seinen endgültigen Verlauf erhielt er Mitte des 2. Jahrhun-derts.
In einem schmalen Wald gehen wir auf Naturboden direkt nach Westen, wie beim Limeswanderweg üblich ist der Weg ziemlich gerade. Den auf Karte und Hinweisschildern bezeichneten Wachturm sehen wir nicht, nur eine Tafel, die allgemein über die Wachtürme des Limes informiert. Hier im Wald ist der Wind kaum spürbar, das ändert sich, als wir diesen Schutz verlassen und auf einer Straße weiterwandern, vor allem, als wir kurz nach Norden gehen. Aber auch beim Wandern in westlicher Richtung bläst der Wind durchaus unangenehm.