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Nossen – Munzig (1)

Fast lebensgefährlich

Wie angekündigt ist das Wetter am Morgen trüb und regnerisch, erst nach 11 Uhr reißt es auf und erste blaue Fetzen sind am Himmel zu erkennen.

Lange war nicht klar, wie wir Nossen verlassen sollten, drei Möglichkeiten boten sich an, wobei die Wahl auch erschwert wurde, da die Karten einen unterschiedlichen Verlauf der Bundesstraße 102 angeben. Die vielleicht schönste Version mit einem weiten Umweg entlang der Mulde schied wegen der Länge eigentlich aus und wir wählten die Variante über eine Landstraße und ein Industriegebiet. Noch in einem Wohngebiet führt uns ein missverständlich angebrachtes Wanderzeichen in die Irre und ein in der Karte eingezeichneter, in Wirklichkeit aber nicht vorhandener Weg kostete uns mehrere hundert Meter Umweg.

Gemäß dem richtigen Wanderzeichen gehen wir auf der Landstraße weiter, allerdings herrscht hier überaus reger Verkehr und das ist mit dem Buggy doch etwas bedrohlich, zumal einige Fahrer, die uns entgegenkommen, wohl meinen, noch auf der Autobahn zu sein, denn die Abfahrt ist nur wenige Kilometer entfernt und die uns überholenden Fahrer wähnen sich schon auf der Autobahn.

Aber irgendwie überstehen wir die 3-4 km unbeschadet, dann geht es durch ein eigenwilliges Industriegebiet, denn mittendrin ist eine alte Wohnsiedlung, aber vielleicht bietet das Industriegebiet den Anwohnern einen gewissen Schutz vor dem Autolärm auf der Autobahn. Doch zunächst gibt es wieder mal Probleme mit den Fotoapparaten, meine große Digi deutet schon den ganzen Morgen an, dass die Batterie langsam leer wird und ich bin daher sparsam mit dem Fotografieren. Jetzt ist Ingrids Film scheinbar voll, sie will zurückspulen und danach den Apparat öffnen, doch der Film ist beim Öffnen noch nicht zurückgespult und als sie die Kamera wieder schließt, zeigt die Anzeige einen Fehler an und nichts geht mehr. Bei einem Anruf bei unserem heimischen Fotohändler gibt dieser uns den entscheidenden Tipp und Ingrid kann den Film wechseln.

Westewitz – Döbeln (1)

Jungfernfahrt

Trotz mehrmaligem Verschieben des Wanderbeginns wegen zu heißem oder zu nassem Wetter kommen wir heute doch wieder einige Stunden später als geplant von zu Hause weg. Dafür sparen wir uns den eigentlich vorgesehenen Besuch des Friedhofs in Bartenstein, Ingrid plant dies auf der Rückfahrt, aber das halte ich für ein Gerücht, denn wenn wir normalerweise zurückfahren, dann immer so spät wie möglich. Doch wir werden sehen.

Wir kommen kurz nach ½ 3 Uhr an, laden das Auto zum größtenteils aus und dann geht es sofort wieder zur Autobahn und bald erreichen wir den Bahnhof von Westewitz, den wir schon vom letzten Jahr kennen. Ingrid schaut nach, wann die Züge ankommen und so können wir zurückschließen, wann diese wohl in Döbeln starten.

Jetzt darf Della in ihren neuen Buggy einsteigen und sie fühlt sich dort genauso wohl wie in ihrem alten, den größeren Platz nutzt sie allerdings kaum, sondern sie drückt wieder gegen die Rückenwand und obwohl der Buggy für einen 35 kg Hund ausgelegt sein soll, löst sich das Luftgitter in einer Ecke ab. Da kann man wohl kaum von Wertarbeit sprechen. Das müssen wir gleich melden und überlegen, wo wir jemand finden könnten, der dies reparieren kann.

Der Radweg verläuft immer in der Nähe der Mulde, mal höher und mal nur knapp über dem Niveau des Flusses und wir kommen an der Einmündung der Zschopau vorbei, diesen Fluss sind wir im letzten Jahr auf dem Weg nach Chemnitz aufwärtsgewandert.