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Nattheim – Auernheim (1)

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Klatschmohn

Vom Parkplatz beim Alten Sportplatz in Nattheim, an dem wir letztes Mal vorbeigekommen sind, gehen wir auf der Asphaltstraße in Richtung Schafhof. Da dort von Ferne nichts Besonderes zu sehen ist, zweigen wir vorher nach links ab in einen ansteigenden Waldweg, abwärts treffen wir wieder auf den Albschäferweg, dem wir nach Norden bis zum Wald folgen. In den Getreidefeldern sehen wir immer wieder schönen Klatschmohn, ob dies wohl ein Zeichen dafür ist, dass hier keine oder nur wenig Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden?

Weiter am Waldrand entlang überqueren wir die Bundesstraße 466. An einer Stelle entdecken wir ausgewilderte Taglilien. Diese Gartenpflanzen werden auch gerne „Stauden des faulen Gärtners“ genannt, da sie ziemlich pflegeleicht sind, wie wir aus eigener Erfahrung wissen.

Wie der Name verrät, ist jede Blüte nur einen Tag geöffnet, da aber jede Staude unzählige davon besitzt, blühen sie viele Wochen lang.

Wenige Schritte nach einer Waldecke geht es auf schmalem, teilweise rutschigem Naturpfad aufwärts. Wir entdecken einen Seidelbast, der bereits rote Beeren gebildet hat. Im zeitigen Frühjahr entwickelt er seine schönen, lilafarbenen Blüten, ist aber als Giftpflanze durchaus gefährlich.

17 bohnerzgrube eAuf der Höhe treffen wir auf verschiedene, teilweise mit Wasser gefüllten Bohnerzgruben. Diese entstanden durch den Abbau des sogenannten Bohnerzes, das über einen hohen Eisengehalt verfügt und vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert in den Eisenhütten von Königsbronn verarbeitet wurde.

Schon früher haben hier die Römer dieses Erz abgebaut und durch Niederschmelzen mit Holzkohle zu Eisen verarbeitet.

 

Naturfreundehaus – Nattheim (3)

Der Ramenstein und seine Höhle14 ramenstein e

Über Gras-, aber auch Kieswege erreichen wir schließlich den Ramenstein, wo wir kurz rasten. Auch hier finden wir wieder viele Waldhyazinthen, die auf der Alb gar nicht so selten sind, aber auch die selteneren Roten Waldvögelein, ebenfalls eine Orchideenart.

Der Abstieg zur Höhle gestaltet sich schwierig, denn der Pfad ist sehr steil mit viel Laub und Bucheckern, sodass wir immer wieder rutschen. Ingrid will fast aufgeben, doch zurückgehen wäre kaum einfacher. Nach Regenfällen empfiehlt sich die bequemere und ausgeschilderte Alternative auf Waldwegen unter Auslassung der Höhle.

15 ramensteinhöhle elKurz schauen wir in die Ramensteinhöhle hinein; die Durchgangshöhle ist 45 m lang, an einer Seite ist sie bis auf eine kleine Öffnung zugemauert, auch der andere Eingang ist oft verschlossen – im Winter ein Refugium für Fledermäuse.

Es geht weiter abwärts, steil, aber jetzt durchaus erträglich. Auf einem Wiesenweg durch das Zimmertle gelangen wir zum Alten Sportplatz und kurz geht es auf der Straße weiter. Wir weichen von der ausgeschilderten Route ab und gehen auf kaum sichtbarem Weg am Waldrand an einer Wiese entlang bergauf. Da an der nächsten Straße ein in der Karte eingezeichneter Weg nicht zu sehen ist, steigen wir zuerst steil aufwärts, um dann gleich wieder herunterzugehen.

Wir erreichen das Industriegebiet von Nattheim, machen in einem Bäckereicafé kurz Pause, ehe wir uns mit dem Bus zum Zanger Berg in Heidenheim bringen lassen.