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Wanderparkplatz Mögglingen – Iggingen (1)

Der Wind – ein Vorgeschmack auf Rügen
Eigentlich wollten wir heute – wie immer im Herbst – schon auf unserer Lieblingsinsel Rügen sein, aber irgendwie hat es noch nicht geklappt. So nutzen wir die Gelegenheit, unseren Remstal-Höhenweg zu beginnen. Allerdings erinnert uns der böige und starke Nordostwind, dem wir heute ausgesetzt sind, stark an die Verhältnisse auf Rügen.
Wir hatten lange überlegt, wo wir unseren neuen Wanderweg beginnen sollten und wie lange die erste Etappe sein sollte, doch ein leider überra-schend notwendiger Arztbesuch beschnitt unsere Möglichkeiten stark.
So sind wir heute mit 2 Autos unterwegs, parken den Jeep am oberen Ortsrand von Iggingen und fahren mit dem Smart zum vorgesehenen Startpunkt, dem Parkplatz an der Kreisstraße von Mögglingen nach Heuchlingen.
Hier sehen wir eine erste Hinweistafel auf den Limes, von denen wir auf den folgenden Wanderungen noch einige sehen werden, denn zunächst ist der Remstal-Höhenweg mit dem Limeswanderweg identisch und er trifft später immer wieder mal auf ihn. Der obergermanisch-rätische Limes, im ursprünglichen Wortsinn Querweg, Schneise oder Grenzweg, ist mit 550 km das längste Bodendenkmal Europas. Der Limes war nicht zur Abwehr größerer Angriffe ausgebaut, sondern diente in erster Linie der Kontrolle und Kanalisierung des täglichen Personen- und Warenver-kehrs sowie der schnellen Nachrichtenübermittlung zwischen den Wachposten. Er bildete somit die Grenze des römischen Wirtschaftsgebietes und bestand vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christi, seinen endgültigen Verlauf erhielt er Mitte des 2. Jahrhun-derts.
In einem schmalen Wald gehen wir auf Naturboden direkt nach Westen, wie beim Limeswanderweg üblich ist der Weg ziemlich gerade. Den auf Karte und Hinweisschildern bezeichneten Wachturm sehen wir nicht, nur eine Tafel, die allgemein über die Wachtürme des Limes informiert. Hier im Wald ist der Wind kaum spürbar, das ändert sich, als wir diesen Schutz verlassen und auf einer Straße weiterwandern, vor allem, als wir kurz nach Norden gehen. Aber auch beim Wandern in westlicher Richtung bläst der Wind durchaus unangenehm.