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Der Albtraufgängerweg – 2. Chance

Trotz meiner Bedenken nach der 1. Halbetappe sind wir gestern die 2. angegangen und nach gut 3 km hätte ich am liebsten aufgegeben, denn mindestens 2 km ging es auf asphaltierten Wegen, mit Ausnahme des Reußenstein und der direkt folgende Strecke bis zum gleichnamigen Hof.

Doch dann wurde es bis zum Boßler wirklich ein Traufgängerweg und auch der Abstieg zum Deutschen Haus war angemessen, schmale Naturpfade und immer schöne Aussichten ins Tal und auf die Hochebene.

Wir werden bald unsere 3. Etappe in Angriff nehmen und hoffen, dass der nicht überzeugende Anfang eine Ausnahme bleibt.

Völkerwanderung im Neidlinger Tal

Ich weiss nicht, welcher Teufel uns geritten hat, an einem herrlichen Sonntag mit Sonnenschein pur im April das Neidlinger Tal zur Zeit der Kirschblüte zu besuchen, außer dass es sich gut mit dem Besuch des Bad Überkinger Osterbrunnen an dessem letzten Tag zu verbinden.

Schon in Weilheim erhielten wir den erst Vorgeschmack, denn wir mussten links in eine Vorfahrtstraße einbiegen und jeder Wagen vor uns hatte so seine Schwierigkeiten damit und auch bei uns dauerte es, bis sich endlich eine Lücke im Verkehrsstrom auftat.

Auf der kurzen Strecke nach Neidlingen waren nicht nur alle Parkplätze überbelegt, sondern es parkten viele Autos wild in der Gegend herum. Kurz überlegte ich, sollen wir die Wanderung abblasen oder wenigstens bald einen Parkplatz suchen. Ich entschied mich, bis zum letztmöglichen Parkplatz zu fahren, im Vertrauen darauf, dass wir für unseren Trevis immer einen Platz finden würden. Dem war dann auch so.

Um dem Trubel auf den üblichen Wegen zu entgehen, stiegen wir zunächst steil in Richtung Ruine Reußenstein hoch, um dann langsam in den hinteren Talbereich abzusteigen. Die Kirschbäume standen in voller Blüte.

IMG_3002Im steten Bergauf und Bergab umrunden wir das Neidlinger Tal und da die Zeit schon etwas vorgeschritten ist, hält sich die Zahl der Wanderer, denen wir begegnen jetzt in Grenzen, allerdings ist unsere Lieblingsbank belegt und die Wanderer machen keine Anstalten bald aufzustehen.

Neben der Obstblüte faszinieren vor allem die vielen Schlüsselblumen, die wir sowohl in den Streuobstwiesen als auch auf einer Heidefläche finden.

Als wir am Schluss in ein Cafe einkehren, müssen wir leider feststellen, dass die Kuchenmenge dem Ansturm nicht gewachsen war und wir nichts mehr bekommen konnten.

Jetzt freue ich mich schon auf unsere nächste Tour auf dem Martinsweg, am besten unter der Woche, da können wir dann wieder fast alleine wandern.