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Cottbus (3)

Wir gehen zum Spreeauenpark und stellen fest, dass er komplett eingezäunt ist und wir einen Eingang suchen müssen, da das Parkcafe, an dem auch die Parkeisenbahn hält, am heutigen Montag Ruhetag hat. Ganz am Südrand des Parks finden wir die gemeinsame Kasse mit dem Tierpark. Wir bezahlen 2 Euro, sehen im Tierpark ein kleines Känguru. Wir suchen nach dem Tertiärwald, doch als Ingrid den Hinweis zu einer gläsernen Kirche sieht, will sie diese zuerst sehen, doch leider ist sie nicht auffindbar.

217 tertiärwald_Also gehen wir fast zum Eingang zurück, sehen in einer Ponyweide ein Reh und weiter entfernt zwei weitere. Endlich sind wir am Tertiärwald und dem alten Mammutbaumstuppen, den man in einem Tagebau gefunden hat. Hier wurde während der Bundesgartenschau versucht, einen Flussauenurwald nachzuempfinden. Dann gehen wir in Richtung Rosengarten, der natürlich noch kaum blühende Pflanzen beherbergt. Am Parkcafé verlassen wir den Park, nachdem wir zunächst noch einem jungen, hakenschlagenden Hasen nachgesehen haben.

Cottbus (1)

Altstadt und Parks

Morgens bei Aufstehen nieselt es leicht, später ist der ganze Himmel grau. Daher entscheidet sich Ingrid, die nächste Ladung in der Maschine zu waschen. In der Zwischenzeit kauf ich ein.

Erst gegen Mittag fahren wir ohne Della in die Altstadt von Cottbus, der mit knapp über 100.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Brandenburg. Das zweisprachige Cottbus – die erstmals im 12. Jahrhundert erwähnte grüne Stadt an der Spree entwickelte sich im 16.Jahrhundert zu einer Stadt der Tuchmacher und Leineweber und im 19. und 20. Jahrhundert zur Industriestadt – wurde sowohl von Deutschen als auch von Sorben geprägt. Eines ihrer Markenzeichen ist das Grün, das die Parks in die Stadt bringen, die wichtigsten sind der weltberühmte Branitzer Park, der Spreeauen- und der Tierpark, dazu kommen noch einige kleinere Parks und Grüngürtel um die Altstadt und entlang der Spree.

Auf der ganzen Strecke sehe ich keine Tankstelle und ich fahre schon länger auf Reserve. Wir stellen unser Auto wieder an der Oberkirche St. Nikolai ab. Der spätgotische Backsteinbau ist die größte Kirche der Niederlausitz. Wir gehen am ältesten Sakralbau der Stadt, der Klosterkirche vorbei zum Grüngürtel, der fast die ganze Altstadt umspannt. An einigen Stellen sind auch noch Reste der Stadtmauer zu erkennen, teilweise wurde sie auch in die angrenzenden Häuser einbezogen.

214 postkutscherKurz gehen wir innerhalb der Altstadt zum Cottbuser Postkutscherdenkmal. Über den Brandenburger Platz erreichen wir das Haus Weltspiegel, in dem seit mehr als 100 Jahren ein Kino untergebracht ist. Gerade als wir fotografieren wollen, stellen zwei Arbeiter der Stadtwerke ihr Auto davor und wir befürchten schon, es handle sich um eine länger andauernde Sache, aber nach einigen Minuten wird das Auto wieder weggefahren. Auf dem Weg zum Altmarkt kommen wir am Sorathotel vorbei, wo wir bei unserer ersten Rundwanderung in den neuen Bundesländern übernachtet haben.

Dann erreichen wir den Markt, der sich gegenüber unserem letzten Besuch sehr positiv verändert hat.