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Auf dem Wasser und mehr (3)

Als einzige Fahrgäste lassen wir uns von einem schweigsamen Fährmann nach Lehde bringen. Aus den Kommentaren der anderen Fährmänner schließe ich, dass diese einige Vorbehalte entweder gegen den Fährmann oder die Kahnlinie haben oder vielleicht sogar beides.

Museum LehdeWir besichtigen das Freilichtmuseum, das dem Leben im Spreewalddes 19. Jahrhunderts gewid-met ist. Im Museum be-finden sich drei typische Hofanlagen:

  • Hof Lehde als sogenannter Haufenhof
  • Hof Burg mit Doppelstubenhaus, Stallgaleriebau und einen typischen Kahnschuppen
  • Hof Randgebiet mit einem großen Wohnhaus, einem kleinen Auszugshaus und eine Stallanlage

Museum Lehde

In einem Gebäude werden den Besuchern die Geschichte der Spreewaldgurken und deren Erzeugung vermittelt. Weitere Themen und Exponate sind Handwerksgeräte, Korbflechterei, Rohrdachdeckerei, Töpfereierzeugnisse, Kahnbau, Spreewaldfischerei sowie ein Heilpflanzen- und Kräutergarten. An Feiertagen werden die historischen Handwerke auch ausgeübt.

Dann kehren wir auf dem Wanderweg zum Lübbenauer Hafen zurück. Wir finden weder in Lübbenau noch in Lübben eine Buchhandlung, dann fahren wir in die Wohnung zurück, wo Della es sicher eilig hat, mal wieder ins Freie zu kommen.

Auf dem Wasser und mehr (2)

Nach leider viel zu langer Zeit kann und will ich heute mit der Beschreibung unserer Wanderung von der Neiße über die Spree zur Oder fortfahren.

Jetzt möchte Ingrid auch noch Kahnfahren, doch eine normale Fahrt würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Da erinnere ich mich, dass eine Kahnlinie zwischen Lehde und Lübbenau bestehen soll. Damit könnten wir eine Kahnfahrt mit dem Museumsbesuch in Lehde verbinden. Also gehen wir zum Hafen und erkundigen uns, wann und wie die Kahnlinie fährt. In gut einer Stunde fährt ein Kahn nach Lehde, die Zeit nutzen wir, um etwas im Schlosspark zu bummeln.

Der Park ist im englischen Landschaftsstil angelegt und teilweise von Fließen umgeben. Er bildet mit dem Schlossteich eine Oase der Ruhe und Entspannung im manchmal hektischen Lübbenau. In ihm liegen das Schloss, die Orangerie, das Efeuhaus sowie die ehemalige Gerichtskanzlei.

Schloss LübbenauDas klassizistische Schloss aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts geht auf eine Wasserburg und ein späteres Renaissanceschloss zurück. Nach der Wende wurde es den frü-heren Besitzern, der Fam. Lynar zurückgegeben und dient heute als Hotel. Die Dreiflügelanlage mit einem schmalen Mittelteil und zwei in stumpfen Winkel auseinander strebenden Seitenflügeln besitzt drei Geschosse und ist verputzt.