Schlagwort-Archive: Teiche

Weißwasser – Bad Muskau (1)

Natürlich gibt es auch was Positives über Weißwasser zu sagen. Hier beginnt die Waldeisenbahn nach BWaldeisenbahnad Muskau und Kromlau und die Teiche am Rande der Stadt sind sehr schön.

Nachdem Weißwasser im Jahr 1867 an die Eisenbahnstrecke Berlin-Görlitz angeschlossen wurde, war die Grundlage geschaffen, um die Industrialisierung zu beflügeln. Der neue Besitzer der Standesherrschaft Muskau Hermann Graf von Arnim wollte nicht nur den Park und das Schloss in Muskau erhalten, sondern vorrangig das Gebiet industriell weiterentwickeln. So entstanden u. a. Braunkohlegruben, Sägewerke, Ziegeleien und Papierfabriken, die durch eine Schmalspurbahn mit 600 mm Spurweite miteinander verbunden wurden. Allmählich setzte sich der Name Waldeisenbahn durch.

Begonnen wurde der Betrieb mit einer Pferdebahn, der ein Jahr später, also 1896 die ersten Dampflokomotiven folgten und innerhalb weniger Jahre umfasste das Streckennetz 85 km. Am stärksten frequentiert war die Bahn 1940 mit damals 11 Dampfloks.

Nach dem 2. Weltkrieg kam es zu einem starken Einbruch, viele Betriebe fielen weg, Gleise wurden demontiert und wie auch Loks und anderes Zubehör in die Sowjetunion verbracht. Allerdings wurde die Waldeisenbahn weiter betrieben, ab 1951 unter der Regie der Reichsbahn, nach 1970 verlor sie zunehmend an Bedeutung und 1979 wurde der Betrieb offiziell eingestellt, mit Ausnahme der sogenannten Tonstrecke, mit der eine Ziegelei versorgt wurde, die noch bis 91 betrieben wurde.

Bereits Mitte der 80iger Jahre kümmerten sich Eisenbahnfreunde in Weißwasser um die Bahn, der sie in Muskau ein Denkmal setzen wollten und 1984 gab es auf dem noch vorhandenen Restnetz erste Sonderfahrten mit Personenverkehr.

Wenige Jahre später wurde mit dem Bau des Bahnhofs Teichstraße in Weißwasser begonnen: Nach der Wende erkannte man, dass man aus der Waldeisenbahn erheblich mehr machen konnte, als nur ein technisches Denk-mal. Bereits 1992 konnte die Strecke nach Kromlau in Betrieb genommen werden und drei Jahre später die Strecke nach Bad Muskau.

Rietschen – Steinbach (2)

Nach dem Ort wenden wir uns in Richtung Norden und Truppenübungsplatz, doch den Rad- und Wanderweg wollen wir so lange wie möglich meiden. Daher geben wir direkt an den Teichen entlang, leider müssen wir den Versuch zwischen zwei Teichen wieder nach Süden zu gehen, abbrechen und gehen weiter nach Westen.

Nachdem wir die erste Serie der Teiche erwandert haben, gehen wir in einem weiten Bogen nach Süden, haben dann etwas Schwierigkeiten, auf den Weg wieder zurückzufinden, denn der in der Karte verzeichnete Weg ist zugewachsen. Bei der anschließenden Teichserie machen wir mit Blick auf das Wasser Pause.

Danach wagen wir es nicht mehr, einen weiteren Bogen um die Teiche nach Süden zu machen, denn sonstTeichlandschaft vor Steinbach laufen wir Gefahr, den letzten günstigen Bus zu verpassen. Daher gehen wir jetzt auf dem Weg an der Grenze des großen Truppenübungsplatzes. Wenn man die vielen Warntafeln vergisst, ist eine herrliche, mit Kiefern, Birken und Heidelbeeren bewachsene Dünenlandschaft.

Früh erreichen wir Steinbach und orientieren uns an der Kartenangabe, nach der die Bushaltestelle ganz im Norden des Dorfs liegt, aber in Wirklichkeit ist sie ganz im Süden. So müssen wir, nicht ganz angenehm, gut einen Kilometer auf der Straße gehen.

Fast als einzige Fahrgäste kommen wir frühzeitig in Niesky an, wo unser Rufbustaxi wartet und uns genau zu unserem Auto bringt.

Rietschen – Steinbach (1)

Wasser, Sand und Kiefern

Wir stellen kurz nach 11 Uhr unser Auto am Bahnhof Rietschen ab, denn die Fahrt von Bad Muskau dauert doch sehr viel länger, als nach den Kilometern zu erwarten ist. Nachdem wir das Wagnis, die B115 zu überqueren, geschafft haben, gehen wir zur Siedlung Erlichtheim, wo Ingrid in der Information die nächste Wanderkarte kauft. Wir wandern überwiegend nach Osten, was bei dem heute zwischen Ost und Nordost pendelnden böigen Wind nicht immer angenehm ist. Doch als wir abweichend von einem ausgeschilderten Wanderweg an einer Herde von Bisons vorbeikommen und diese mächtigen Tiere bewundern und fotografieren, bemerken wir den Wind kaum noch.

schwarz-weißes PferdNach Süden kommen wir an 4 schwarz-weißen Pferden vorbei, die uns mit ihren langen Unterbeinhaaren an die Friesenpferde erinnern, die ein Ferienwohnungsvermieter im Raum Wittenburg, bei dem wir mehrmals zu Gast waren, besaß.

Im Zickzack gehen wir nach Daubitz hinein, das in der Ortsmitte ein schönes Ensemble mit Kirche, dem aus Ziegel erbauten Gewandhaus sowie einem Schrotholzhaus besitzt. Letzteres wird heute als Ferienwohnung genutzt und wir hatten auch versucht, dort unterzukommen. Zum Glück klappte das nicht, denn das Haus liegt direkt an der Durchgangsstraße, außerdem ist der Gartenzaun nicht vollständig vorhanden, das wäre für Della (und uns) nicht gerade günstig gewesen.